Roadtrip: Neuengland und Quebec

18 Eindrücke, Fragmente und Alltäglichkeiten

Lange hatten wir uns auf diese Reise gefreut und schwupps isse auch schon wieder vorbei. Unser knapp 3wöchiger Roadtrip mit den kids durch das amerikanische Neuengland und das kanadische Quebec. Kurz und knapp lässt sich diese Reise natürlich nicht zusammenfassen, daher stellt euch schon mal auf viele Posts ein. Aber meine ersten Eindrücke, die ich immer noch verdaue, bekommt ihr heute schon mal zu lesen.

Rockport1

1. Start unserer Reise war Providence in Rhode Island. Warum Providence? Weil Condor in 8 1/2 Stunden in den kleinsten Bundesstaat der USA fliegt und wir weder Bock auf Boston noch New York hatten. Nicht das diese beiden Großstädte nicht toll wären, aber abgesehen davon, daß wir dort schon waren, hatten wir keine Lust auf allzuviel Großstadt mit den Kindern. Wir wollten Natur pur. Und das möglichst soviel wie möglich.

2. Providence liegt genau zwischen New York und Boston und ist mit gerade mal 178.000 Einwohnern ziemlich überschaubar. Daher geht es auf dem Flughafen auch sehr gemütlich zu. Providence hat also den sagenhaften Vorteil einer entspannten Einreise in die USA. Ich erinnere mich nämlich mit Schrecken an eine 2stündige Wartezeit an der Immigration von JFK mit zwei schlafenden Kindern im Alter von knapp 2 und 6 auf dem Arm. Dazu mürrische Zollbeamte. Mitten in der Nacht. Da ist man schon bei der Ankunft bedient. In Providence kamen zu unserer Zeit gerade mal zwei Maschinen an und wir standen 30 Minuten nach der Landung mit unserem Gepäck auf der Straße. Entspannter geht’s nicht. Der Flughafen Providence wurde btw erst 2015 für den Interkontinentalverkehr geöffnet. Erklärt also manches.

3. Ganz Rhode Island kann man in nur einer Autostunde durchqueren. Und alle Neuengland-Staaten zusammen sind tatsächlich nur halb so groß wie Deutschland und haben auch nur 14 Mio. Einwohner. Die Neuengland-Staaten Rhode Island, Massachusetts, Maine, New Hampshire, Vermont und Conneticut kann man also sehr gut bereisen, ohne riesige Strecken fahren zu müssen. Wobei wir Conneticut ausgelassen haben und stattdessen lieber in die kanadische Provinz Quebec gefahren sind. 1700 km in 2 1/2 Wochen. Das geht locker mit zwei Kindern. Wobei die Zeit definitiv zu kurz war und 4 Wochen perfekt gewesen wären. Aber Urlaub ist ja irgendwie immer zu kurz.

White Mountains1

Ooutdoorparadies Neuengland und Quebec

4. Die meisten Menschen fahren zum Indian Summer nach Neuengland. Dabei kann der Sommer auch echt mal richtig was. Skandinavische Natur trifft auf spanische Hitze. Das entspricht ganz meinem Naturell…harhar. Boston liegt immerhin auf dem gleichen Breitengrad wie Norditalien. Wir hatten jedenfalls mal viel zu viel warme Klamotten im Gepäck, da die ganze Zeit fast ausnahmslos die Sonne bei über 30 Grad vom Himmel lachte. Interkontinentales Klima bedeutet halt eiskalte, schneereiche Winter und heiße, zuweilen auch schwüle Sommer.

5. Was hab ich mich vorher doch bekloppt machen lassen, wie teuer die Neuengland-Staaten sind. Vor meinem geistigen Auge sah ich uns schon im Zelt, bei Wasser und Brot sitzen. Ja, der Euro steht natürlich nicht gerade blendend zum US Dollar und die Zeiten von billigen Amerika-Reisen sind eindeutig vorbei. Und ja, die Unterkünfte sind in Neuengland leider wirklich teuer. 130 + US $ muß man in der Regel schon für ein ömmeliges Motelzimmer ausgeben und die sind noch nicht mal schön. Die Parkgebühren sind mancherorts zum Fußnägel-Kräuseln. Wer zahlt schon wahnwitzige 8 $ die Stunde? Ich will den Parkplatz ja nicht kaufen.

Immerhin sind die Preise fürs Essen aus meiner Sicht gar nicht soooo schlimm und viel teurer als bei uns. Man bekommt immer noch ein Cheeseburger-Menü bei Mc´s für 3,50 $ und die 20er Packung Chicken Nuggets für 5 $. Das ist nichts wovon man sich 3 Wochen lang ernähren möchte, aber geht hin und wieder schon mal. Wir haben uns auch oft im Supermarkt eingedeckt und einfach nen fertigen Salat, Sandwich oder ähnliches geholt. Sowieso fand ich das Essen in Neuengland auffallend gut und gesund. Verglichen zum Rest Amerikas. Vermont würde ich sogar als kleines Food-Paradies beschreiben. Ich war auf jeden Fall eher positiv überrascht. Vielleicht weil ich mich finanziell auf das Schlimmste eingestellt hatte.

6. Nordamerikaner haben in Punkto Interior einen fragwürdigen Geschmack. Anders kann ich mir nicht erklären, wieso selbst teure Hotels eine extreme Vorliebe für flauschige kackbraune Teppichböden, schweres Mobiliar Marke Gelsenkirchener Barock, trutschige geblümte Vorhänge, Kissenbezüge und Bettüberwürfe sowie altmodische Ölbilder haben. Ich habe, außer in unserem coolen 60er Jahre Surfshack auf den Outer Banks, wirklich noch nie in einer richtig stylishen Unterkunft in den USA gewohnt. Egal wie teuer diese war. Wenn ich also in nächster Zeit eine amerikanische Unterkunft lobe, hat das mehr mit dem Service und dem ganzen Drumherum zu tun, als mit der Inneneinrichtung. Bis auf ganz wenige Ausnahmen.

7. Ich finde Neuengland ist anders als der Rest Amerikas oder sagen wir z.B. Florida, Kalifornien, Texas, Nevada oder die Südstaaten. Dort sieht man nämlich vergleichsweise sehr viele No Weapons! Schilder an Eingängen zu Museen, Geschäften oder gar Nationalparks und das gibt einem schon zu denken. Die Kriminalität scheint in Neuengland relativ niedrig zu sein. Schilder dieser Art habe ich nicht einmal gesehen und überhaupt habe ich mich sehr sicher und wohl gefühlt. Liegt vielleicht auch an der geringen Bevölkerungsdichte.

8. Es ist ja interessant wie sich die Wahrnehmung verändert, wenn man die Welt mal aus einer anderen Perspektive sieht. Ich muss gestehen, daß ich das Weltgeschehen kaum verfolgt habe, aber wenn haben mich immer nur krasseste Hiobsbotschaften aus Europa ereilt. Da kann man mitunter schon schon nachvollziehen, wenn die Amerikaner uns Europäer vielleicht für nen Haufen engstirniger, antiquierter Verrückter hält, die sich gegenseitig die Butter aufm Brot nicht gönnen. Überhaupt kommt einen Europa aus der Ferne betrachtet auf einmal sehr beengt und klein vor. In den USA ist vieles sicher nicht toll. Auf dem alten Kontinent weiß Gott aber auch nicht.

9. Interessanterweise scheint Neuengland Pro Bernie Sanders zu sein, obwohl der ja längst aus dem Rennen ist. Überall sieht man politisch gesinnte Fähnchen und Schilder in den Vorgärten stehen. Stellt Euch sowas mal in Deutschland vor! Oder Puppen von Merkel, Seehofer oder Gabriel in den Kaufhäusern. Sowas gibts echt nur in den USA.

Trumppuppet

Perfekte Voodoo-Puppe!

10. Mit dem US-Mietwagen kann man völlig problemlos und entspannt nach Kanada einreisen. Nach 5 Minuten ist man durch. Was man von der Rückreise nicht unbedingt behaupten kann. Man braucht auch kein kanadisches ESTA-Formular für Kanada bei der Einreise über Land (nur per Flugzeug). Unbedingt jedoch mit der Mietwagenfirma die Einreise nach Kanada abklären und absegnen lassen.

11. Die Einreise nach Quebec kommt einem völlig spanisch französisch vor und bescherte uns erstmal einen kleinen Kulturschock. Man hat von jetzt auf gleich das Gefühl nach Frankreich gebeamt worden zu sein, wenn da nicht die unpassende Natur wäre. Die Menschen sprechen je nach Region wirklich nur französisch und wir mussten uns z.T. mit 5 Brocken Schulfranzösisch sowie Händen und Füßen verständigen. Die üblichen Fastfood-Ketten, wie in den USA, muss man in Quebec lange suchen und sowieso ist das Essen sehr viel europäischer, wenn nicht französisch angehaucht. Die Menschen sehen interessanterweise sogar französisch aus und sind auch sehr viel schlanker als Amerikaner. Man hat wirklich das Gefühl, das die Quebecer seit der Besiedelung (also seit 400 Jahren) unter sich geblieben sind. Sogar den Fahrstil kann man als französisch beschreiben. Direkt hinter der Grenze kleben einem die Autofahrer schon an der Stoßstange. Wie in Paris. Da bekommt man als US-Autofahrer erstmal nen kleinen Herzfraggel.

12. Ich oute mich. Ich liebe Poutine. Pommes, quietschiger Käse und ne ordentliche Portion Bratensauce. Dazu ein Bierchen. Mmmh.

Poutine

Poutine? Je t`aime.

13. Die Preise in Kanada ist z.T. viel günstiger als in den USA. Für eine airbnb-Unterkunft in Portland/ Maine haben wir 170 € zahlen müssen, mitten in Montreal haben wir vergleichbares für 70 € bekommen. Essen gehen kostet sogar etwas weniger als bei uns. Ansonsten sind die Preise ähnlich wie unsere und man kann dort einen halbwegs bezahlbaren Familienurlaub machen.

14. Montreal ist eine coole Stadt, die man auch sehr gut nach Europa verpflanzen könnte. Einzig und allein die Straßenverhältnisse sind ein Albtraum. Derzeit werden scheinbar sämtliche Highways und Auffahrten um die Stadt herum abgerissen und saniert und man wird z.T. ne halbe Stunde lang per Umleitung in die Irre geführt. Noch nie habe ich zwei Stunden gebraucht, um aus einer Stadt herauszukommen.

15. Lobster sind das Aushängeschild Neuenglands und werden oft und gerne gegessen. Zu früheren Zeiten waren sie „Armerleutsessen“ und kamen quasi ständig auf den Tisch. Selbst bei McDonalds bekommt man Lobster Rolls. Einen Lobster zu essen, stand also fett auf meiner Bucket Liste, denn normalerweise liebe ich auch Garnelen. Gesagt, getan. Mein Fazit: Ich werde nie wieder einen Hummer essen. Erstens sind das total coole Tiere, zweitens sind die ziemlich wehrhaft (ich weiß wovon ich spreche, demnächst hier mehr), drittens ist an den Burschen echt nicht viel dran, viertens finde ich lebend kochen total makaber, fünftens ist das ein unappetitlicher Kampf auf dem Teller und sechstens schmecken sie mir noch nicht mal.

Lobster1

I heart lobster!

16. In Neuengland und Quebec trifft man auf superviele wilde Tiere, was wir wirklich großartig fanden. Ob Biber, Schwarzbären, Füchse, Waschbären, Stinktiere, Wapitis, Bisamratten, Bisons oder Adler. Latschen einem mitunter einfach so über den Weg. Nur Elche haben wir leider leider nicht gesehen, obwohl fast überall Warnschilder stehen. Einen Frontalzusammenstoß mit einem Elch möchte man aber auch nicht haben. Dafür hatte ich ein unerfreuliches bis amüsantes Zusammentreffen mit einem Skunk, aber dazu ein anderes Mal mehr.

17. Unsere Angst auf einen Bären zu treffen war groß und wir rannten ständig nur singend und laut mit den Füßen aufstampfend durch die Wälder. Toll ist auch, wenn direkt hinter Deinem Haus ein Achtung Bären! Schild steht. Da geht man morgens doch direkt total entspannt mit seinem Kaffee auf die Terrasse. Angeblich haben Schwarzbären aber mehr Angst vor uns als wir vor ihnen und flüchten direkt. Wenn man doch auf einen trifft, soll man ganz still stehen bleiben, ihm nicht in die Augen schauen und langsam zurück gehen. Oder ihm wahlweise alles Spannende was man am Körper trägt (wie z.B. Rucksack) geben. Mussten wir zum Glück nicht testen. Grizzlys gibt es im Osten Kanadas übrigens nicht und die sind im Gegensatz zum Schwarzbären auch sehr aggressiv.

Bearcrossing

18. Die Amerikaner werden ja oft und gerne als oberflächlich tituliert. Und ja, vielleicht sind sie das auch. Aber immerhin sind sie dabei superfreundlich, herzlich und offen. Unserem Sohn wurde an seinem 5. Geburtstag so oft von wildfremden Menschen gratuliert, Happy Birthday gesungen und im Restaurant Kuchen mit Kerzchen gebracht, daß er schon peinlich berührt war. Ich wünschte die Deutschen hätten des Öfteren mal diese Lockerheit. Denn von unfreundlicher Tiefgründigkeit hat man ja auch nicht gerade viel, oder?

Seid ihr schon in Neuengland und Quebec gewesen und was waren eure Erfahrungen? 

 

10 Kommentare

  1. Ich bin überrascht! Denn nach deiner bunt gemischten Aufzählung hab ich tatsächlich Lust auf Neuengland bekommen. Und das, wo ich sicher war, dass mich die USA nicht die Bohne interessieren… Der Tipp mit dem Direktflug ist super.

    Bin schon sehr gespannt auf die Geschichte mit dem Stinktier! 😉

    Jenny

    • Nadine sagt

      Liebe Jenny, irgendwie haben ja viele Leute Vorbehalte gegen die USA, aber ich finde diese als Reiseland MEGA. Die Natur ist ein Traum, die Nationalparks sind großartig, die Leute superfreundlich und es ist so einfach zu bereisen. Nur die Preise sind mittlerweile leider echt Autsch geworden. Dabei war es dort früher sooo günstig. Neuengland würde Euch sicher auch gefallen. Und ja….die Sache mit dem Stinktier war in der Tat einmalig und meine Familie lacht sich immer noch scheckig über mich ;). LG, Nadine

  2. Hallo Nadine,

    schöner Einstieg – ich freu mich auf mehr Neuengland & Quebec! 🙂 Ich mag Neuengland, letztes Jahr habe ich Connecticut, Rhode Island & mein persönlicher Favorit – das Cape Cod – besucht. Ein Träumchen!

    Was mir allerdings extrem auffiel, war dann doch der Unterschied zwischen dem Norden und Süden der USA: Ich flog nach 5 Tagen New Orleans nach Connecticut und bekam da erst mal einen klitzekleinen „Kulturschock“ – im Vergleich zu den Südstaaten fand ich die Leute dort sehr unterkühlt und sogar unfreundlich(und das hab ich noch nie so in der Weise in den USA erlebt). Auch das Autofahren war teilweise stressig (auf den Interstates). Aber das hat sich nach 2 Tagen glücklicherweise irgendwie gelegt und die typisch amerikanische Freundlichkeit kam wieder zum Vorschein. Wer weiß was da los war, aber es ist mir halt in den ersten Tagen extrem aufgefallen. 🙂

    Liebe Grüße & einen schönen Wochenstart
    Mandy

    • Nadine sagt

      Liebe Mandy, dann nimm mich doch bitte direkt wieder mit. Cape Cod haben wir verpasst, dabei war es doch so nah. Aber die Zeit war leider viel zu kurz. Und ja, die „kulturellen“ Unterschiede innerhalb der USA fallen auf. Du hast Recht…die Südstaaten sind noch viel offensiver freundlich. Aber ich glaube, mir liegt dann doch mehr die nordische Zurückhaltung und Gelassenheit. Für amerikanische Verhältnisse wohlgemerkt. 😉 Jedenfalls sind die USA auf keinen Fall nur ein Brei und alle gleich. Das ist im kleinen Deutschland ja auch nicht so und die Menschen im Norden sind ganz anders als im Süden. LG/ Nadine

  3. Liebe Nadine, vielen Dank für Deine ersten Eindrücke – ich sauge sie auf, den nach dem urlaub ist vor dem Urlaub und die Ostküste steht bei mir sehr weit oben auf meiner Travel Bucket Liste! Dabei für mich am schlimmsten – die wenig stylischen Unterkünfte! Das war in Kalifornien kein Problem, da haben wir sehr oft sehr schön gewohnt! Und Lobster – so so lecker! Warm in Butter getunkt ein Hochgenuss! Vielleicht hast Du einfach den falschen erwischt? Wir haben in Kanada mal mit einem kanadischen Koch gekocht und dort war die Zubereitung human und der Lobster lecker. Und Poutine – weisste ja, bekommt man in Köln im Frittenwerk. Vielleicht treffen wir uns dort mal und tauschen uns länger aus 🙂 Das fänd ich schön! Liebe Grüße, Ricarda

    • Nadine sagt

      Liebe Ricarda, ich bin echt gespannt was Du an stylishen Unterkünften finden wirst. Wenn Du Trüffelschweinchen das nicht schaffst, dann niemand ;). Die Westküste ist da in der Tat aber auch nochmal anders als die Ostküste. Mir rollen sich ja auch regelmäßig die Fußnägel hoch wenn man mal einen Einblick in die Häuser von Stars werfen darf. Da sieht man dann den gleichen Style inkl. Marmorböden, gigantischen goldenen Büsten und Kronleuchtern.
      Und was den Lobster angeht…..wir waren eigentlich in nem ziemlich guten Seafood-Restaurant in Massachussets. Allein das Aufknacken des Panzers ist echt nicht mein Fall und dann dieses Geschlürfe an den Beinchen. Uah! Ich hasse aber auch Austern.
      Und das mit der Poutine im Frittenwerk hattest Du ja letztens schon mal erwähnt. Du hast mich also :). Können wir sehr gerne machen. LG umme Ecke, Nadine

  4. Sara sagt

    Liebe Nadine
    Als ich deinen Blogeintrag und das Foto von Rockport sah, hat mein Herz direkt einen Sprung gemacht 🙂 Wir sind nämlich seit 3 Tage zurück von unserem 4-wöchigen New England-Trip. Und ich bin immernoch hin und weg! Mit unseren 2 Kindern (7 und 9) sind wir in New York gestartet, nach 6 Tagen haben wir unser Wohnmobil entgegen genommen und es ging richtug los: Rhode Island – Cape Cod – Cape Ann – Cape Elizabeth und dann in Maine den Leuchttürmen entlang zum Alcadia Nationalpark. Dann zurück nach Boston und von dort zurück in die Schweiz. Es war so eine wunderschöne Zeit und du hast es so treffend beschrieben: Skandinavische Natur . mit spanischer Hitze 🙂
    Doch etwas unglaubliches muss ich dir jetzt noch erzählen, ha ha. Wir sind vorher schon 3x in die USA eingereist: NY, Miami und Orlando. Und es war immer Horror – 2 Stunden anstehen, mürrische Beamten etc. Und dieses Mail in New York? Wir konnten direkt an den Schalter laufen, ohne anstehen. Der Beamte hat gelächelt, mit unseren Mädels herumgespasst, hatte Freude, dass wir in die USA in die Ferien kommen und uns mit einem Lächeln verabschiedet. Wir hatten 10 Minuten für die ganzen Einreiseformulatäten, warteten noch 5 Minuten auf die Koffer und fort waren wir vom JFK-Airport. Wir glauben es bis heute noch nicht!!!
    New York fanden wir sehr entspannt mit den Kindern. Das liegt wohl daran, dass wir Eltern schon 1x eine Woche lang dort waren und gar nicht mehr „alles abklappern mussten“. Und wir kennen jetzt die meisten Wasserspielplätze 😉 Auch hat mir Brooklyn mit seinen Piers sehr gut gefallen. Dafür habe ich am Schluss die überschaubare Grossstadt Boston fast nicht mehr ertragen. Aber das geht mir meistens so, nach 2 1/2 Wohcen Natur und dann zurück in die Stadt.
    Fazit: Es war einfach toll und ich kann New England nur empfehlen!! Vorallem wenn man eigentlich sonst meist nur nach Skandinavien reist, wie wir… 😉
    Ich freue mich sehr auf deine weiteren Berichte!

    Vielen Dank und liebe Grüsse
    Sara

    • Nadine sagt

      Liebe Sara, das hört sich ja nach einer tollen Reise an. Die Strecke hätte uns auch gefallen. Zudem im Wohnmobil und mit soviel Zeit. Aber alles geht halt nicht. Seid ihr nicht in Vermont und New Hampshire gewesen? Dort fand ich es ja auch traumhaft. Und wahrscheinlich ist das mit der Einreise auch immer eine Glückssache, wobei es mit Sicherheit auch an der Größe des Airports liegt. Providence ist so klein, da können gar nicht zig Maschinen gleichzeitig, sowie in JFK landen. Und New York haben wir mit unseren Kids auch vor 3 Jahren gemacht und fanden es entspannt, obwohl die Jungs da echt noch klein waren. Zudem war das Wetter miserabel. Aber wir hatten zuvor (ohne Kinder) halt auch schon viel gesehen und konnten uns daher einfach so treiben lassen. Ist auch mal nett. 🙂
      Liebe Grüße, Nadine

  5. Ich LIIIIIEBE Neuengland! Wir haben letztes (und vorletztes) Jahr einen ganz ähnlichen Trip gemacht, an den ich dank deiner schönen Instagram-Posts immer wieder erinnert wurde. Gerade die ganzen netten Küstenörtchen in Massachusetts und Maine haben es mir angetan. Die Hotelsituation ist in der Tat ganz schön tricky, daher haben wir meist über AirBnb übernachtet und hatten auch oft sehr hübsche Unterkünfte. Den kleinen Kulturschock, wenn man die kanadische Grenze überquert, kann ich gut nachvollziehen. Ich war auch etwas geschockt, dass selbst in den größeren Städten ohne Französisch nur wenig geht. Jetzt freue ich mich aber erst mal auf weitere Neuengland-Posts. 🙂
    Danke fürs Mitnehmen und viele Grüße
    Sabrina

    • Nadine sagt

      Vielen Dank, liebe Sabrina. Küstenstädtchen in Maine und Massachusetts hatten wir viel zu wenige auf dem Programm. Gerade Maine möchte ich mir nochmal genauer anschauen. Wir müssen also irgendwann nochmal hin. Und ja, über airbnb geht es gerade noch mit den Unterkünften, aber die sind auch echt nicht gerade günstig. 170 € die Nacht mussten wir z.B. in Portland/ Maine hinblättern. Und da haben die Jungs dann auch nur auf ner Luftmatratze im Wohnzimmer genächtigt. Die Zeiten von 40 $ Motelzimmern sind in den USA leider endgültig vorbei. LG/ Nadine

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