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Planet Hibbel auf Spiegel Online. Ganz viel yay und ein bisskn nay!

Der ein oder andere Leser hat es vielleicht mitbekommen…….meine Wenigkeit war letzte Woche mit einem Interview auf Spiegel Online vertreten und das war zugegebenermaßen eine ziemlich aufregende Sache für uns.

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Tatsächlich wussten viele Menschen nämlich nicht, daß ich seit vielen Jahren blogge und waren  ziemlich überrascht, unsere vier Nasen auf einmal auf der Titelseite von Spiegel Online zu finden. In der Tat habe ich es bisher immer vermieden meine Bloggerei an die große Glocke zu hängen. Gibt ja schließlich Wichtigeres auf diesem Planeten. Außerdem muß ja auch nicht Gott und die Welt wissen, was ich in meiner Freizeit so treibe ;). Nun gut, jetzt wissen es mehr oder weniger alle…..aber von mir habt ihr es nicht. Mein werter Familienanhang muß diese neugewonnene „Prominenz“ natürlich nun ebenfalls ausbaden und wurde bereits diverse Male angesprochen. Jungs, ihr seid die Besten und ich danke euch von Herzen dafür, daß ihr meinen Reisespleen und alle Nebenwirkungen „ertragt“ ♥.

Auf so einer fetten Nachrichtenseite wie Spiegel Online zu erscheinen, war jedenfalls eine ganz schön große Nummer für mich und ich schwanke immer noch zwischen Freude, Ungläubigkeit und Verwirrung aber auch leichter Betroffenheit. Mittlerweile betreibe ich diesen Blog hier zwar seit bald 5 Jahren und habe schon einiges gesehen und erlebt, aber es ist tatsächlich eine Überraschung für mich, das sich Planet Hibbel zu dem gemausert hat, was es heute ist. Natürlich steckt hinter diesem Blog jede Menge Arbeit, Herzblut und Ausdauer. Aber als im Oktober 2011 der Startschuß für diesen Blog fiel, hätte ich jeden für verrückt erklärt, der mir gesagt hätte, daß wir mit dem Thema „Reisen mit Kindern“ irgendwann mal im Spiegel landen würden. Danke danke danke also an den Spiegel, daß wir dabei sein durften.

Ehrlich gesagt, ist es für mich nämlich so normal und alltäglich mit meinen Kindern zu reisen, daß ich eigentlich nichts Besonderes daran erkennen kann. Auch wenn ich natürlich weiß, das es für viele Eltern gar nicht so selbstverständlich ist. Sei es, weil sie es sich nicht leisten können, sie Sorgen haben, daß dem Nachwuchs etwas passieren könnte, es ihnen zu anstrengend ist oder sie sich aus irgendwelchen anderen Gründen nicht trauen. Die meisten Gründe sind für mich zwar nicht unbedingt immer nachvollziehbar, aber jeder muß nach seiner Fasson glücklich werden und soll einfach tun was er mag. Ich schreibe meinen Blog daher auch nicht mit erhobenem Zeigefinger oder halte uns gar für etwas Besseres, nur weil wir gerne reisen. Ich schreibe lediglich darüber, was wir so erleben und wie wir das mit zwei Kindern so hinbekommen. Seht es also einfach als reine Inspirationsquelle.

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Ich habe von einigen Leuten gehört, daß mein Interview z.T. recht saftige Kommentare abbekommen hat. Tatsächlich habe ich sie bewusst nicht gelesen. Aber ich finde es befremdlich, wie sehr sich manch einer übers Reisen mit Kindern aufregen kann. Scheinbar gibt es doch immer noch sehr viele Vorurteile zu dem Thema, was ich bei Gelegenheit nochmal aufgreifen werde. Ich kann aber nachvollziehen, daß der Teaser zu meinem Interview bei dem ein oder anderen Leser vielleicht negative Stimmung verursacht hat. So sehr ich mich über meinen Bericht gefreut habe……die Einleitung kam sogar mir komisch vor. Ich weiß also nun wie es Promis geht, deren Interview aus dem Kontext gerissen wurde.

Daher möchte ich einfach nochmal klarstellen, daß ich Zelten gar nicht so ätzend finde (auch wenn ich ein echter Camping-Waschlappen bin). Ich habe sogar schon verdammt oft gezeltet. Ich habe jedoch keine Lust mehr meinen Urlaub mit zwei Kindern drei Wochen lang bei 12 Grad und Regen in einem Igluzelt zu verbringen. Mal ganz davon abgesehen bin ich begeisterte Campervan-Liebhaberin und das ist ja nun auch irgendwie Camping. Immerhin habe ich bereits 15 Monate in so einem Ding gelebt.

Und exklusiv ist vielleicht das falsche Wort für unsere Reisen. Klar mögen wir es hübsch, außergewöhnlich und stylish. Aber das ist aus meiner Sicht keine Frage von Luxus oder viel Geld, sondern von Stil. Man kann nämlich auch die kleinste Bude mit wenig Geld geschmackvoll und einzigartig einrichten. Und reich sind wir schon mal gar nicht, auch wenn unsere Reisen vielleicht manchmal den Anschein erwecken. Es ist nur eine Frage der Priorität. Andere Familien leisten sich vielleicht Wohneigentum, teure Autos oder Klamotten. Wir reisen halt.  Und damit wir uns das überhaupt leisten können, halten wir auch unterwegs unser überschaubares Budget zusammen, leben nicht nach dem Motto „Jetzt gönnen wir uns mal so richtig was“ und steuern manchmal auch Ziele an, die auf den ersten Blick aufgrund des Wetters oder anderen Gegebenheiten vielleicht nicht so verlockend erscheinen.

Und ja….wie schrecklich. Meine Kinder spielen hin und wieder mal auf unserem IPad. Auf langen Flügen oder Autofahrten auch mal mehr. So what? Wir leben im Jahr 2016 und nicht mehr 1985. Mecker- und Ironiemodus-Off.

Last but not least und weil man es gar nicht oft genug sagen kann: Danke an euch! An unglaubliche 40 bis 50.000 !! Leser, die sich jeden Monat durch meinen Blog stöbern und nach Inspirationen und Tipps zum Thema Reisen mit Kindern suche und hoffentlich auch finden. Ich freue mich über jeden Kommentar, jede Anregung, jedes Like und jedes Herzchen von euch. ♥ Denn davon lebt dieser Blog!

 

 

24 Kommentare

  1. Papa Gei sagt

    Hei Frau Hibbel,

    na da brat mir doch einen nen Storch! Ich bin bekannt mit einer Promi-Lady! Aber sei auf der Hut….von Spiegel Online isses nicht mehr weit zum Lanz, und von da….Promi Big Brother….oder gar….DSCHUNGEL? Würde ja (auch) thematisch vorzüglich passen….

    Wir freuen uns immer Deine Berichte zu lesen, und mach um Jottet Willen so weiter wie Du/Ihr es macht. Von anderen Meinungen kann man Kenntnis nehmen, mehr aber auch nicht.

    Besonders lustig sind die Leute, die sich massiv über Flugreisen aufregen („eine Umweltsauerei sondersgleichen!“ „Extreme CO2-Belastung, sollte verboten werden!“), anschließend in ihr, nachdem die Kinder im Kindergarten sind, SUV steigen und auf der 500-Meter-Rückfahrt ins natürlich ökologisch voll korrekte Reihenendhaus noch bei der SB-„Bäckerei“ anhalten, um Schrippen („sind gerade im Angebot, 10 Stück 1,49!“) zu holen. Anschließend wird mit der 14-Tage-Kreuzfahrt online bei MäcKreuzfahrtGeiz auf der MS Rußdampfer 2,4 der Sommerurlaub gebucht. Aber ich schweife ab….

    Also….in die Tasten hauen, den Auslöser Deiner Kamera drücken bis der Finger nen Bluterguss hat und onnlein damit!

    Der Papa Gei

    • Nadine sagt

      Danke schön, lieber Olli! :-* Aber das mit dem Promi lassen wir mal. Ich bin so gar nicht telegen und habe aus dem Grund sogar ne seriöse Anfrage eines Fernsehsenders für ein Wissensmagazin abgesagt. Ohne Quatsch! Ich will doch nur reisen :).

  2. Schatz du bist die Beste. Ihr seid alle die Besten, von klein bis groß! Manchmal kommt man um eine Klarstellung nicht drumrum, ich verstehe dich, ich finde dein Interview aber auch ohne das total sympatisch, einfach weil ich weiß wie ihr und du so seid. Und das ist einfach so. Bussls an euch alle, Anne

  3. Hallo Nadine,
    ich finde es super das ihr mit Kindern auf Reisen geht und ihnen die Welt zeigt. Kinder sollen die Welt nicht nur sehen sonder auch spüren. Ferne Länder oder auch vor der Haustür, so what? Hauptsache raus und andere Kulturen „auch im Inland -> Bayern/Franken :-)“ kennenlernen. Und Gemecker gibt’s überall, also macht weiter so, mir gefällt euer Blog und eure Ansichten. Viel Grüße Oli

    • Nadine sagt

      Hi Oli, genau…..hauptsache raus und die Welt entdecken. Es geht gar nicht darum mit seinen Kindern bis auf die Fijis zu reisen. Auch wenn das natürlich auch nicht zu verachten ist ;). Aber vor der Haustür gibts auch so viel Spannendes zu erleben. Und haha….ja in der Tat kann man auch innerhalb Deutschlands neue Kulturen kennenlernen. Ich denk ja schon immer ich wär im Ausland, wenn ich nur mal nach Hessen fahre ;). Da versteh ich mitunter schon kein Wort. Liebe Grüße, Nadine

  4. Du hast sie echt nicht gelesen? Gut so, aber ich hätte natürlich vor Neugier nicht an mich halten können. 😉 Und ja, die Kommentare waren leider – wie allerdings beim Spiegel völlig üblich – zum großen Teil unterirdisch. Und der Teaser ist es leider auch mit diesem bescheuerten Wort „exklusiv“, mit dem ich Dich nun so gar nicht verbinde, aber das hast Du ja nun schon alles richtig gestellt. „Klar mögen wir es hübsch, aber das ist keine Frage von Luxus oder viel Geld sondern von Stil.“ Suuperschöner Satz! Auf denn Schätzelchen, es lebe die Exklusivität! *stößchen* 😀
    Herzlichen Glückwunsch jedenfalls zum Spiegel online-Artikel!
    Liebe Grüße,
    Inka

    • Nadine sagt

      Merci, liebe Inka und nee, hab ich tatsächlich nicht gelesen, weil ich keine Lust habe mich doch noch zu ärgern ;). Gruß und Kuss nach Kanada, Nadine

  5. Daniel sagt

    Habe das Interview gelesen und finde toll wie ihr mit euren Kindern Urlaub macht. Auch wir machen es so und zeigen ihnen die Welt (auch wenn sie noch klein sind 2,5 und 0,5).

    Grade habe ich dann auch mal die Kommentare gelesen und ich kenne solche Reaktionen auch aus meinem Umfeld. Die armen Kinder im Flieger bla bla…Ich persönlich finde fliegen deutlich entspannter als Autofahren. Und den Rest der da an Neid durchklingt weil ihr eure Reisen genießt und ihr euch die auch leisten könnt ist einfach *to be ignored*

    Macht weiter so und ich werde mal ein wenig in eurem Blog stöbern…mal schauen was ich so an Infos und Ideen für unsere 2 Monate Australien im Camper finden kann!

    • Nadine sagt

      Danke schön, Daniel! Und über Australien mit Kindern wirst Du hier leider nichts finden. Aber ich habe vor meinen kids ein Jahr mit dem Camper Australien umrundet. Ich beneide euch. Das wird sicher ganz großartig. Wohin gehts denn genau? LG/ Nadine

  6. Lass dich nicht ärgern, Nadine. 😉 Ich finde, solche Kommentare sagen eh immer sehr viel mehr über die Kommentatoren als über das Thema… Aber Hut ab: Ich hätte es nicht geschafft, sie nicht zu lesen!

    Liebe Grüße,
    Lena

    • Nadine sagt

      Ach ich ärger mich auch gar nicht, Lena. Ich finde es einfach nur etwas befremdlich, sich über so ein lapidares Thema so aufzuregen. Ansonsten wollte ich eigentlich nur etwas richtigstellen, weil ich aus meiner Sicht falsch rüberkomme. Ich bin nämlich weder ein Campinghasser noch ein Luxusgirl ;). Liebe Grüße, Nadine

  7. flögi sagt

    Hallo Nadine,
    ich habe den Artikel noch nicht gesehen. das ist natürlich nicht schön, wenn die Worte ausgedreht werden und in anderem Sinn erscheinen, als man sie gesagt/gedacht hatte.
    Aber ihr macht wirklich nichts, wofür man Steine auf Euch werfen müsste. Ich hoffe, du kommst mit den negativen Kommentaren zurecht, mich würden sie ziemlich platt machen, aber es habe ich auch erlebt, als mein Buch über Griechenland in Ungarn erschien.
    Seitdem weiß ich, berühmt zu werden, bedeutet nicht nur Glorien über dem Kopf.
    Mach einfach so weiter, wie du bist.
    Liebe Grüße

    • Nadine sagt

      Liebe Flögi, naja als berühmt würde ich mich nun weiß Gott nicht bezeichnen und ich habe auch keine Absichten es zu werden. Nicht auszudenken, wenn mir schon morgens die Paparazzi auf dem Weg zur Mülltonne auflauern. Haha. Wieso was war denn mit Deinem Buch? Hast Du einen Reiseführer geschrieben? Was können denn da für doofe Kommentare kommen? Erzähl mal. LG/ Nadine

  8. Liebe Nadine,
    ich gebe dir Recht: die Einleitung ist etwas beknackt. Davon abgesehen ist das Interview mega sympathisch. Die saftigen Kommentare haben absolut keinen Wert! Den Leuten, die die geschrieben haben möchte ich Nichts unterstellen. Trotzdem scheint es mir ein allgemeines Problem des Internets zu sein, dass Menschen sich befugt fühlen zu urteilen und doof zu kommentieren. Das hat gar nichts mit euren Reisen zu tun.

    Das, was ihr macht ist super und es ist inspirirend zu sehen, wie ihr lebt <3

    • Nadine sagt

      Danke schön, liebe Berit. 🙂 Und ja, da magst Du Recht haben. Das Internet ist wirklich ein seltsamer Ort. Ich käme nie auf die Idee irgendwo lauthals rumzustänkern. Weder auf der Straße noch im Netz. Warum das so viele Menschen machen, ist mir ein totales Rätsel. Bisher wurde ich von dieser Art Kommentare aber zum Glück weitestgehend verschont.

  9. Ach, lassen wir diese Leute doch meckern. Wenn man will, findet sich ja immer irgendetwas. Soll doch jeder es so machen, wie er es gerne will. Die einen sitzen mit ihren Kindern Zuhause am Fenster und zählen die vorbeifahrenden Autos, andere züchten Dackel im Vorgarten und wieder andere verreisen gerne und nehmen ihre Kinder mit. So what…
    Mir gefällt dein Interview – auch wenn die Überschrift wirklich etwas unglücklich gewählt ist – und offensichtlich haben viele es gelesen. Leider wird online oft schneller negativ kommentiert, ein Lob oder Like hier und da taucht dagegen viel seltener auf.
    Viele Grüße,
    Andreas

    • Nadine sagt

      Danke schön, Andreas! Ja, das ist mir in der Tat auch schleierhaft, warum alle immer so schnell meckern, sich aber mit einem Lob unglaublich schwer tun. Und ich finde es auch immer interessant zu erfahren, wer hier alles so mitliest, aber nie auch nur einen Piep von sich gibt. Da heisst es dann immer….ach, ich hab es ja nicht so mit dem Internet. Das finde ich ja dann schon fast wieder amüsant. 😉

  10. Nachdem hier so oft davon gesprochen wurden ob man die Kommentare gelesen hat oder nicht, habe ich mir nach dem Spiegelinterview und dem Blogartikel auch mal die ersten Kommentare durchgelesen. Mir fällt dazu nur eins ein. Wir leben hier in Deutschland leider in einer Neidgesellschaft. Um das nicht zuzugeben wird dann lieber auf dem anderen rum gehackt. Denke also immer dran Neid muss man sich erarbeiten – Mitleid bekommt man geschenkt.

    • Nadine sagt

      Ja, da hast Du vielleicht Recht, Christian. Wobei ich glaube, das Neid leider menschlich ist. Nicht unbedingt typisch deutsch. Ich denke jeder von uns kennt das Gefühl. Der eine mehr, der andere weniger. Aber man muß das ja dann nicht so raushängen lassen. Hat ja auch jeder ein bisschen selbst in der Hand, was er aus seinem Leben so macht. Ok, nicht alle. Aber viele Menschen. Liebe Grüße, Nadine

  11. Wie, du verschdist in Hesse ka Wort? En Kolder is ä Deck‘ für ownds uffm Sofa. Un ä Kneibche‘ is ä schorb Messer. Ganz e’fach! Mal im Ernst – wir Hessen sind ganz einfach zu verstehen, wir lassen nur die Endungen der Wörter weg. Und Mundart kann ja leider kaum noch einer.
    Ich find den Artikel im Spiegel nicht ganz so toll, du kommst dort nicht mal annähernd so sympatisch rüber wie hier im Blog. Aber es muss ja immer besonders interessant aufgemacht sein, die Kürze eines Artikel tut ihr Übriges… Ich lese hier jeden Artikel und mag sehr, wie ihr reist und wie du schreibst! Liebe Grüße! Nina

    • Nadine sagt

      Oh. Ah. Wie lieb von Dir, Nina. Danke schön :). Das freut mich. Und ja…so ein Teaser muß ja auch krachen und Leser anlocken. Wenn man da son schnarchiges Zeug hinschreibt, liest das ja keiner. In diesem Sinne, sollte das dann halt einfach so sein. Und für Dein hessisch muß ich jetzt erstmal ein Wörterbuch rauskramen. Haha. Aber wenn ich mal was kölsches schreibe, fragen auch immer direkt alle nach. Bützchen, Nadine 😉

  12. Gräm dich nicht, ärgern dich nicht und staune nur 😉 Ihr wisst, dass Euer (Reise)Weg genau der richtige ist. Und hey, vor ein paar Jahren habe die Leute über Babygläschen oder Selberkochen, Globuli oder Impfen genauso geurteilt und diskutiert. Irgendwas ist doch immer ;-))
    Wir drücken Euch aus der Ferne!
    LG, Katja

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