Familienreise nach Nordnorwegen
10 Tipps für die Reiseplanung ins winterliche Narvik

16. Dezember 2020

Schon lange wollte ich über unsere Winterreise nach Nordnorwegen schreiben. Angesichts der weltweiten Corona-Lage erschien der Reisebericht aber das ganze Jahr über unpassend. Da ich mich jeden Dezember aber am Liebsten für ein paar Monate in eine Hütte nach Skandinavien beamen würde, gibt es wohl keinen besseren Zeitpunkt für meinen Sehnsuchts-Post. Außerdem brauchen wir gerade in dunklen Zeiten noch Träume und Hoffnung auf bessere Zeiten.

Als ich im Herbst 2016 das erste Mal in der norwegischen Arktis war, habe ich mich sofort in diese rauhe und zugleich sagenhaft schöne Landschaft verliebt. Seitdem träume ich davon, mal einen Winter dort zu verbringen. Warum es ausgerechnet die dunkle Jahreszeit sein muß, kann ich gar nicht so recht erklären, denn eigentlich bin ich voll der Frostknödel. Aber ich möchte gerne mal in Norwegen Weihnachten feiern, so oft wie möglich das Wunder der Polarlichter bestaunen, durch tiefen Schnee wandern, Skilanglaufen, mich in eine koselige Hütte zurückziehen und vielleicht ein Buch schreiben, mich mit Samis über ihre Kultur unterhalten, Rentiere streicheln, der eisigen Stille lauschen und erfahren, was der arktische Winter mental mit einem macht.

Im Februar 2020 hatten wir dann das riesige Glück auf einen kleinen winterlichen Vorgeschmack, denn wir waren eine knappe Woche in Narvik und Umgebung unterwegs. Und ich kann euch sagen, dass dies meine Sehnsucht nur vergrößert hat.

PIN ME:

An Narvik denken wohl die allerwenigsten Touristen, wenn sie einen Trip nach Nordnorwegen planen. Ziel der Reisebegierde sind hauptsächlich das Nordkapp, die Lofoten und Tromsø und daher ächzten diese Regionen vor Corona z.T. auch schon unter der Touristenlast. Das dürfte sich aktuell wohl extremst gelegt haben. Auf dem Weg gen Polarkreis fahren die meisten Reisenden in der Regel schnell an der Industriestadt Narvik vorbei. Lustigerweise war ich mal mit meinen Eltern in den 80er Jahren dort, habe die Stadt aber null in Erinnerung. Der Eindruck kann also nicht sehr intensiv gewesen sein. Auch heute springt die Innenstadt einem erstmal nicht direkt ins Auge, denn sie war schon immer von Industrie und der Verschiffung von Eisenerz geprägt. Das Besondere an Narvik ist jedoch die weitläufige, wunderschöne Region, die eine unglaubliche Fülle an winterlichen Aktivitäten bietet.

10 Tipps für die Reiseplanung ins winterliche Narvik

#1 Anreise

Per Auto: Schlappe 2799 km sind es von unserer Haustür bis nach Narvik. Google-Maps zeigt für die nonstop Anreise mit dem Auto 32 Stunden an. Wer mit dem eigenen Wagen dorthin reisen möchte, sollte also ein paar Wochen Reisezeit einplanen und im Winter zudem über eine extrem gute Winterausstattung inkl. Spikes verfügen. Wer durch Norwegen reist, wird ziemlich schnell zwangsentschleunigt werden. Autobahnen gibt es nicht wirklich und die Straßen sind z.T. eng, steil und kurvig. Um manch eine Küstenstadt zu erreichen, muß man tief eingeschnittene Fjorde umrunden. Schnell bekommt in Norwegen daher wirklich eine andere Bedeutung.

Per Flugzeug: Mit dem Flugzeug geht es dagegen natürlich ratzfatz. Wir sind von Düsseldorf über Oslo nach Harstad Evenes (EVE) geflogen, waren jedoch auch fast einen ganzen Tag lang unterwegs. Da wir nur eine knappe Woche vor Ort waren, gab es für uns keine Anreisealternative. Unseren einen Flug pro Jahr, haben wir also für diesen Trip verbraten und hier kompensiert. Meiner Meinung nach sollte man aber sowieso eher 2-3 Wochen vor Ort bleiben, denn Nordnorwegen ist wirklich traumhaft schön. Der Flughafen Harstad liegt im Übrigen 60 km von Narvik entfernt und für die Strecke in die Stadt rein, benötigt man eine Stunde.

Per Bahn: Beim klimafreundlichen Bahnreisebüro Traivelling kann man sich den Trip mit dem Zug bis nach Narvik zusammenstellen lassen. Lt. meiner Recherche kann man von Köln aus über Berlin nach Kopenhagen reisen. Von dort aus geht es weiter mit dem Regio nach Göteborg und dann quer durch Mittel- und Nordschweden bis ins norwegische Narvik. Für die Reise sollte man zwar auch 3 Tage einplanen, aber mit der Bahn durch Schwedisch Lappland zu reisen, ist mit Sicherheit ein Traum. Und bekanntermaßen ist ja auch der Weg das Ziel. Für uns steht so ein Bahntrip durch Europa jedenfalls ganz oben auf der Liste.

Per Schiff:

Alternativ kann man auch mit der Postschifflinie der Hurtigruten die Westküste Norwegens hochfahren. Die Hurtigruten halten auf ihrem Weg von Bergen nach Kirkenes allerdings nicht in Narvik, sondern nur in der Nähe. Ich bin einmal die Strecke von Tromsø nach Risøyhamn über Nacht gefahren und von dort aus weiter auf die Inselkette der Vesterålen. Diese Fahrten sind wirklich ein Erlebnis, denn die Landschaften sind ein Traum. Die Hurtigruten werden von Norwegern im Übrigen wirklich wie ein Bus genutzt. Da die Fahrten über Land z.T. sehr beschwerlich und lang sind, ist die Verbindung per Schiff z.T. einfach die beste Alternative. Aber Achtung, nicht jedes Postschiff transportiert auch Autos. Viele der Schiffe haben auch nur reinen Passagierverkehr.

#2 Mietwagen und Straßen

Ohne Mietwagen ist man im Winter meines Erachtens völlig aufgeschmissen. Wer will schon bei Minusgraden am Wegesrand stehen und auf den nächsten Bus warten. Am Flughafen Harstad (EVE) bei Evenes kann man man jedoch hochwertige Autos anmieten, die mit jeglichem technischen Schnickschnack ausgestattet sind, um heil durch die Eiswelt zu fahren. Wir hatten einen niegelnagelneuen Skoda Oktavia, der geländetauglich und mit Spikes ausgestattet war und bei dem man von den Außenspiegeln bis zum Sitz alles beheizen konnte. Da mein Mann sich kurz zuvor am Arm verletzt hatte, mußte ich allein mein Fahrkönnen unter Beweis stellen. Und war am Ende der Reise auch ziemlich stolz auf mich, den Wagen ohne einen Kratzer zurückzugeben.

Zweimal sind wir in eine Art Schneesturm geraten und die Sicht lag gefühlt bei einem Meter. Rechts und links der Straße türmte sich meterhoch der Schnee auf und wir benötigten z.T. sehr lange um von A nach B zu kommen. Die Straßen sind jedoch fast immer tiptop geräumt und gefühlt fahren ständig Schneemobile durch die Gegend. Chaotische Straßenverhältnisse, wie bei uns im Rheinland (wenn mal 3 Schneeflocken fallen), haben wir jedenfalls nicht erlebt.

Da man in Norwegen auf bestimmten Strecken Maut zahlen muß, erkundigt euch am Besten vorab, ob im Wagen ein Transponder angebracht ist. Dieser berechnet die Maut automatisch, die dann nach Rückgabe des Wagens gezahlt wird. Kleiner Hinweis: das Befahren der Hålogaland-Hängebrücke nach Narvik, kostet ebenfalls Maut. Wir haben uns mindestens zweimal verfahren und sind unfreiwillig auf der Brücke gelandet. War dann kostentechnisch direkt Autsch.

#3 Wetterverhältnisse

Über Instagram bekam ich während unseres Trips ziemlich viele Fragen zu den Wetterverhältnissen. Für mich als Rheinländerin, für die Schnee etwas wirklich Exotisches ist, waren sie ehrlich gesagt krass. Schneeverwöhnte Bayern würden aber vielleicht müde darüber lächeln. Lt. den Einheimischen lag mancherorts soviel Schnee wie seit Jahrzehnten nicht mehr und ich fühlte mich mitunter wie der Polarforscher Roald Amundsen. Temperaturmäßig fand ich minus 10 Grad dann wiederum nicht so wild. 3 Grad in Köln fühlen sich irgendwie schlimmer an.

Wir mußten wegen der krassen Wetterkrapriolen allerdings den ein oder anderen Plan über den Haufen werfen. Eine Fahrt mit der Narvikfjellet Cable Car hoch auf Narviks Hausberg konnte wegen Sturm nicht stattfinden. Unsere Fahrt mit der Ofotbanen mußte wegen Schneemassen ausfallen und selbst für Skifahren war das Wetter zu heftig. Auch unser Treffen mit Samis und ihrer Rentierherde fand leider nicht statt. Worüber ich fast untröstlich war. Über schlechtes Wetter zu lamentieren ist allerdings wenig norwegisch. In diesen Breitengraden lebt man halt im Einklang mit der Natur. Wetter ist schlecht? Dann ist das halt so, man macht spontan etwas anderes oder bleibt einfach Zuhause vor dem Kamin.

#4 Tageslicht

Die meisten Leute denken, im Februar wäre es immer noch 20 Stunden lang dunkel. Dem ist aber nicht so. Die Polarnacht hält bis ca. 7. Januar an. Danach wird es täglich wieder ein bißchen heller und am 20. März sind Tag und Nacht schon wieder gleich lang. Als wir um den 20.2. dort waren, ging um 07:48 Uhr die Sonne auf und um 16:20 Uhr wieder unter. Wobei die Sonne ja dann auch nicht sofort vom Himmel fällt, sondern es erst gegen 17 Uhr vollständig dunkel ist. Zudem darf man nicht vergessen, dass der Schnee etwas Helligkeit ins Dunkel bringt. Wir hatten allerdings tagelang nur bedeckten Himmel und Schneefall, daher war es fast immer etwas düster. Fotografieren war daher auch wirklich schwierig, zumal man mit Kindern im Gepäck ja nie Ruhe und Muße hat, ggfs. ein Stativ aufzustellen.

#5 Polarlichter

Einmal im Leben die Nordlichter sehen! Wer träumt nicht davon? Mir treibt ihre Magie ja immer ein wenig Pipi in die Augen. Ehrlicherweise muß man aber sagen, dass sie nur selten supergigantomanisch am Himmel erscheinen. Wer also nach Nordnorwegen reist und fest damit rechnet, welche zu sehen, könnte enttäuscht werden. Sie werden durch Eruptionen auf der Sonne erzeugt und ihre Aktivität ist mal mehr mal weniger stark ausgeprägt. Hier habe ich schon mal einen Blogpost über die Aurora Borealis  geschrieben. Ich habe sie bisher zwar schon 5-6 mal gesehen, aber immer nur in leichter bis mittlerer Ausprägung. Das bedeutet dann, dass sie sich nur als graue Schlieren am Himmel zeigen. Nur durch das Objektiv der Kamera erscheinen sie dann grün. Ungeübte Augen könnten die Nordlichter also auch einfach übersehen. In der Region Narvik hat man sehr gute Chancen auf die Sichtung von Nordlichtern, weil es wenig Lichtverschmutzung gibt. Nordlichter kann man am Polarkreis im Übrigen von September bis März sehen. Und der Herbst ist im Norden Norwegens auch ziemlich schön.

Wir hatten in Narvik leider etwas Pech, weil es ständig bewölkt war und stark geschneit hat. Wir sind dann extra mit einem Tourguide bis nach Schwedisch Lappland gefahren, um etwas wolkenfreien Himmel zu ergattern. Und auch da zeigte die Polarlicht-App dann nur eine schwache Aktivität an. Wir wollten schon deprimiert wieder zurückfahren, als sie dann plötzlich ohne Vorankündigung auftauchten und mir meinen Geburtstag unvergesslich machten :).

#6 Bekleidung

Da ich anfangs Sorge hatte zu erfrieren, hatte ich am ersten Tag so viel an, dass ich mich totgeschwitzt habe. Zwiebellook ist also die Devise. Mit einer hochwertigen Merinounterwäsche, einer Skihose, Norwegerpulli, Stiefel, Jacke, Mütze, Schal und Handschuhen ist man perfekt ausgestattet. Skihosen hatten wir allesamt im Doppelpack dabei, was eindeutig zuviel war. Für jeden eine reicht vollkommen aus. Wenn man in der Stadt unterwegs ist, benötigt man einfach nur eine Jeans.  Unbedingt nachdenken sollte man aber über Spikes für die Schuhe. In den Straßen von Narvik war es z.T. nämlich unfassbar glatt und da die Stadt hügelig ist, kamen wir teilweise kaum vorwärts. Wenn uns also jemand dabei gefilmt hätte, wie wir herumgeeiert und geschlittert sind, wären wir sicher in einer Funny-Movie-Show gelandet.

#7 Verpflegung

Norwegen ist ja bekannt dafür, in Punkto Essen und Trinken sehr teuer zu sein. Wenn man also kein Vermögen für die tägliche Versorgung ausgeben möchte, muß man in Punkto Kulinarik auf jeden Fall Abstriche machen. Was jedoch nicht heißt, dass man am Polarkreis nicht auch sehr gut essen gehen kann. Gerade ausgefallene Fischgerichte sind qualitativ sehr hochwertig und köstlich, kosten jedoch auch ein kleines Vermögen. Wir waren daher nur in der örtlichen Pommesbude und Pizzeria essen, die aber keine besonderen Highlights waren. Abgesehen vom Preis ;). Für 4 mal Burger mit Pommes in der Imbissbude muß man schon mit 60 € rechnen.

Eine der Hauptmahlzeiten der Norweger ist das Frühstück, das auch meist sehr reichhaltig ist. Wir haben daher immer ausgiebig gefrühstückt und uns tagsüber mit Snacks aus dem Supermarkt über Wasser gehalten. Norwegens Supermärkte sind meist 7 Tage die Woche von 7 bis 23 Uhr geöffnet und gut sortiert. Auch am Polarkreis. In Narvik gibt es viele Supermärkte und verhungern muß niemand. Man findet dort allerdings viele norwegische Produkte, alles was aus den EU-Ländern importiert werden muß, ist dann auch direkt auffällig teuer. Lachs ist also vergleichsweise günstig, exotische Früchte oder Alkohol dafür teuer. Wenn man sich den Lebensverhältnissen anpasst und nicht den gleichen Standard wie in Deutschland erwartet, dann kann man sich aus meiner Sicht auch zu halbwegs normalen Preisen versorgen.

#8 Übernachtung

Wer ständiges Essen gehen vermeiden möchte, ist mit einer Ferienwohnung oder einem Haus mit Küche definitiv am Besten bedient. Selber kochen ist immer noch die günstigste Alternative in Norwegen. Natürlich ist es auch mal schön, den Komfort eines Hotels zu genießen und sich morgens am Frühstücksbuffet satt zu essen. Mit Kindern ist man aber in einer geräumigen Selbstversorgerunterkunft immer noch am Besten untergebracht.

Wir haben die ersten Tage im gemütlichen, kleinen Narvik Hotel Wivel* mitten in der City übernachtet, was sehr praktisch war. Wir hatten ein Familienzimmer mit Doppelbett und Ausziehcouch, auf der beide Kinder Platz hatten und so genug Komfort für 2-3 Nächte. Das Wivel hat eine Bar und Gemeinschaftslounge, in der morgens ein leckeres Frühstück angeboten wird. Parken kann man gegen Bezahlung direkt auf der Straße. Ansonsten sind Supermärkte, Cafes und Restaurants, Shoppingsmalls und Museen in unmittelbarer Fußnähe. Der Bus vom und zum Flughafen Evenes hält direkt vor der Tür.

Die zweite Hälfte unserer Reise haben wir im Fjellkysten Hotel* am Lavangsfjord verbracht. Die umweltfreundliche Pension fügt sich mit seinem Grasdach im Sommer perfekt in die Bergkulisse ein und auf der Terrasse, kann man seinen Sundowner genießen. Im Februar war das Hotel jedoch in eine meterhohe Schneedecke eingebettet. Von unserem Familienzimmer mit zwei Schlafzimmern, Badezimmer und einer kleinen Küchenzeile, hatten wir einen tollen Ausblick auf die Berge und den Fjord. Die Zimmer sind schlicht eingerichtet, aber die Unterkunft ist toll für Familien, weil sich die Kinder auf dem Gelände frei bewegen können und es jede Menge Winteraction gibt. Als wir dort waren, gab es nur wenig Gäste, aber im Sommer und in Ferienzeiten, serviert das Sommerrestaurant des Fjellkysten traditionelle norwegische Küche. Auf Wunsch kocht das freundliche Personal aber auch im Winter ein Abendessen und ist behilflich, wenn es um die Planung von Aktivitäten im Freien wie geführte Wanderungen, Skifahren, Angeltouren, Eisklettern oder Höhlenexpeditionen geht.

Ganz toll ist im Übrigen der kleine Außenwhirlpool und die Sauna, die man für privates Feeling allerdings rechtzeitig vorbuchen muß. Es kostet zwar etwas Überwindung bei minus 10 Grad barfuß und im Bikini durch den Schnee zum Pool zu laufen, aber dafür wird man belohnt. Wann sitzt man schon mal in einem blubbernden Hottub, während über einem die Nordlichter zu sehen sind.  Ich sag nur: magisch!

Mein persönlicher Favorit wäre im Übrigen auch eine Übernachtung in einer der Zelt Lodges im Narvik Adventure AS* gewesen. Die sind allerdings auch lange im Voraus ausgebucht. Aus Gründen!

#9 Narvik und Umgebung

Wie schon geschrieben, ist Narvik selbst keine herausragende Schönheit, hat aber eine interessante Geschichte. Die Stadt wurde schon immer durch das Eisenerz geprägt, das im 170 km entfernten schwedischen Kiruna abgebaut wird. Um das wertvolle Gestein von Kiruna nach Narvik zu transportieren, wurden ursprünglich Rentiere genutzt. Mit dem Bau einer Bahnstrecke und der Gründung der Ofotbanen 1898 wurde das Ganze dann industrialisiert. Da Narvik direkt am Ofotjord liegt und einen wichtigen Hafen besitzt, konnte das Erz von dort aus dann in die ganze Welt verschifft werden. Durch den Golfstrom ist der Hafen auch im Winter eisfrei.

Narvik selbst entstand erst nach dem Bau der Ofotbanen und hat daher kaum historische Gebäude. Zudem war die Stadt wegen seines bedeutenden Hafens Spielball im 2. Weltkrieg und 1940 fand dort die „Schlacht um Narvik“ statt. Einen Besuch des neuen und modernen  Narvik War Museums sollte man daher unbedingt auf die To-See-Liste setzen.  Die Stadt hat mit knapp 19.000 Einwohnern eine überschaubare Größe, aber alles was man für das tägliche Leben benötigt. Es gibt einige Cafes und Restaurants, diverse Supermärkte, Museen, Geschäfte und Shoppingmalls und damit einiges mehr, als unsere Kleinstadt mit 60.000 Einwohnern.

Das Besondere an Narvik ist eindeutig die Lage, denn man ist „schnell“ in Schwedisch Lappland sowie auf den Inselketten der Lofoten und Vesterålen. Die Natur ist majestätisch und bietet unzählige Möglichkeiten zum Wandern und Skifahren. Im Winter tanzen die Nordlichter über den hohen Bergen und im Sommer sorgt die Mitternachtssonne für endlose Nächte am Ofotfjord. Zudem ist Narvik als Sustainable Destination zertifiziert. Es ist ein Gütesiegel für Reiseziele, die systematisch daran arbeiten, den negativen Seiten des Tourismus entgegenzuwirken.

Weitere Infos zur Reiseplanung nach Narvik findet ihr hier und im nächsten Beitrag bekommt ihr von mir dann jede Menge Ausflugstipps für Narvik und Umgebung.

#10 Unterwegs mit Kindern

Auch 10 Monate nach unserem Trip nach Narvik sprechen unsere Kinder noch von dieser atemberaubenden Reise. Soviel Schnee in Kombi mit Nordlichtern hatten sie bzw. wir alle noch nie gesehen. Wir sind auf Schneeschuhen durch tief verschneite Landschaften gewandert, mit dem Hundeschlitten durch Narnia gefahren, haben Nordlichter gejagt, über verzauberte Eiswelten gestaunt und polare Tiere in ihrer eisigen Heimat beobachten können. Es gibt so viele Abenteuer in Narvik zu erleben. Einige Highlights haben wir leider aufgrund des Wetters verpasst und unanstrengend war es auch nicht immer. Daher würde ich so einen Wintertrip auch nicht unbedingt mit kleinen Kindern empfehlen. Mit 8 und 12 Jahren waren unsere Jungs jedoch fit genug für diese Reise in die Arktis und die gehört laut ihrer Aussage, mit zu den Schönsten ihres Lebens.

Könntet ihr euch einen Trip ins winterliche Nordnorwegen vorstellen? Wir waren schon oft in Norwegen unterwegs, aber diese Reise war schon wirklich sehr besonders. In meiner Rubrik Norwegen findet ihr daher noch viele weitere Reiseinspirationen. Denn ihr wisst ja #dreamnowtravellater.

Meine Lesetipps für Nordnorwegen*:

 

Offenlegung: Wir wurden zu dieser Pressereise zum Thema „Das winterliche Nordnorwegen mit Kindern“ von Visit Norway, Visit Narvik und Visit Nordnorge eingeladen. Beiträge dieser Art könnte ich nicht schreiben, wenn ich mir nicht ein eigenes Bild vor Ort machen würde. Da meine Reise keine Vorgaben enthielt, könnt Ihr euch wie immer darauf verlassen, dass mein Bericht meine eigene Meinung und Begeisterung widerspiegelt.

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1 Comment

  • Reply PetraKl 21. Dezember 2020 at 16:38

    Danke für die vielen hilfreichen und informativen Tipps. Norwegen im Winter ist definitiv ein Traum und wenn Reisen irgendwann wieder möglich ist, werde ich das nicht mehr auf die lange Bank schieben. Liebe Grüße, Petra

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