Aus dem Leben und meine herbstliche Bucket-Liste

Das war mein Sommer, eine verdammt traurige Nachricht und hallo Herbst!

Ihr Lieben, da bin ich wieder. Der Sommer neigt sich unglaublicherweise dem Ende zu und der Herbst steht in den Startlöchern. Ich hoffe, Ihr hattet einen großartigen Juli und August und habt jede kostbare Minute genossen. Was soll ich sagen? Mein Sommer war alles, nur nicht ruhig, so wie ich es mir eigentlich erhofft hatte. Er war ein Potpourri an Gefühlen und Ereignissen und beinhaltete alles von wunderschön über nervig und anstrengend bis hin zu unfassbar traurig. Ja und wenn ich ehrlich bin, könnt ich nun glatt nochmal ein paar Wochen Erholung gebrauchen und hätte Lust auf ne kitschige Tropeninsel… so ganz ohne Internet, Stress, Nervereien und blöde Nachrichten. Oder ich beame mich einfach wieder auf meinen einsamen norwegischen Felsen. So ist das.

Nichtsdestotrotz freue ich mich aber auch wieder ein bisschen auf die Bloggerei und den Austausch mit Euch. Und wir hatten wirklich eine großartige und abenteuerliche Zeit in Norwegen, die ich extremst genossen haben. Norwegen ist und bleibt einfach mein absolutes Wohlfühlland. Außerdem habe ich mit dem kleinen Sohnemann ein paar Tage bei meiner Freundin auf Mallorca geurlaubt. Vor lauter Hitze haben wir uns dort nur vom Haus zum Pool oder Strand bewegt, that´s it. Dafür haben wir ab jetzt aber ein Seepferdchen daheim. Die ganze Planscherei im Wasser hat sich also gelohnt.

Leider muss ich heute auch einen meiner traurigsten und schwersten Momente des Sommers 2017 mit Euch teilen, denn er wird sicher den ein oder anderen von Euch betreffen. Das fällt mir so schwer, daß ich den Text dazu ca. drölfzig mal neu geschrieben habe und ich hoffe, ihr seht es mir nach, falls ich das nicht immer so perfekt in Worte kleiden kann. Tragödien liegen mir einfach nicht so.

Meine liebe Freundin Anne vom Blog Überall & Nirgendwo hat genau heute vor einem Monat ihren Kampf gegen den Krebs verloren und ist gestorben. Für viele ihrer Leser wird der Schock nun sicher ziemlich groß sein, denn Anne hat sich auf ihrem Blog nie nie nie etwas anmerken lassen. Hinter den Blog-Kulissen kämpfte sie jedoch schon 10 Jahre gegen diesen #fuckcancer an. Sie war dabei so tapfer, mutig und hoffnungslos optimistisch, das auch ich noch bis kurz vor Schluß geglaubt habe, sie könnte es vielleicht doch noch schaffen. Typisch Anne, hat sie sich auf ihrem Blog daher auch nur in eine „kurze Sommerpause verabschiedet“. Nun ist es ein Abschied für immer geworden.

Hasenzahn, wo auch immer Du nun bist…. ich hoffe Deine letzte Reise ist großartigst!!

Anne und ich haben uns vor fast 5 Jahren über unsere Blogs kennengelernt. Irgendwann stellten wir fest, daß wir quasi Nachbarinnen sind und ein Blogger-Blind-Date musste her. Gibt es sowas wie Freundinnen-Liebe auf den ersten Blick? Falls ja, waren wir sofort ein Herz und eine Seele und haben gequatscht und gekichert, als hätten wir uns schon immer gekannt. Ein paar Monate nach unserem persönlichen Kennenlernen hat sie mir dann „gebeichtet“, dass sie Krebs hat. Sie sagte damals (O-Ton): „Hibbelchen, jetzt hast Du noch die Gelegenheit das Weite zu suchen, dann kannst Du Dir vielleicht ein doofes Ende ersparen.“ Ich habe ihr daraufhin einen Vogel gezeigt und geantwortet, dass ich bis zum bitteren Ende bleibe und sie hoffentlich 95 wird. Wir Zwei, mit lila Pusteblumenfrisur und Krückstock auf der Parkbank.

Von der 95 war sie noch sehr weit entfernt und jeder der mit Mitte 40 stirbt und Mann und Kinder hinterlässt, für den ist es eindeutig viel zu früh. Aber das Leben ist leider so null gerecht und macht was es will. Daher bin ich dankbar für die großartige Zeit, die ich mit ihr verbringen durfte. Und unglaublich froh, sie in ihren letzten Tagen noch ein paar Mal gesehen zu haben. Wir haben uns weinend in den Armen gelegen, Händchen gehalten, geredet, geflucht, getrauert und gelacht. Wenn ein Mensch ganz besonders war, dann Anne. In jeglicher Hinsicht. Sie war lebensfroh, quietschvergnügt und fröhlich, tapfer, optimistisch, klug, unfassbar kreativ, lustig und manchmal auch ganz schön schrullig und schräg. Eine Woche vor ihrem Tod, erzählte sie mir noch in den schillerndsten Farben, dass sie sich auf YouTube Videos von Dr. Pimplepopper reinzieht und ich musste so lachen. Das ist nun für alle Zeiten meine letzte Erinnerung an sie und dieser „Abgang“ passt wie die Faust aufs Auge zu dieser bemerkenswerten Frau. Mitleid und Drama lagen ihr einfach nicht.

Meine Gedanken sind nun oft bei ihrer Familie – ihrem Mann, ihren 3 Jungs und selbst ihrer 92jährigen Mama. Eine schwere Zeit, die sie durchstehen müssen und alle Kraft der Welt kostet. Aber so wie ich diese tolle Familie kennengelernt habe, bin ich mir sicher, dass Anne ihnen soviel Kraft, positive Energie, Lebensfreude und Optimismus hinterlassen hat, dass sie die Trauer irgendwann überwinden werden. Ich für meinen Teil werde Anne niemals vergessen und immer ein Stückchen in meinem Herzen tragen.

Annes Blog wird im Übrigen online bleiben und ich finde, das ist ein sehr schönes Erbe. Denn ihr Blog ist ein Fundus an leckeren Gerichten, die ich immer wieder mal gerne nachkoche und -backe sowie großartigen Basteleien, Tipps für Kindergeburtstage, Reiseinpirationen etc. etc.

Nach diesen Zeilen zu meiner gewohnten Herbst-Bucket-Liste überzugehen, klingt wie ein Hohn. Aber leider ist es nun mal so, dass das Leben einfach gnadenlos weitergeht :(. Da ihr Tod jedoch in meine Blogpause fiel, hatte ich zumindest die Zeit mich mental wieder ein wenig zu sammeln. Auch wenn ich es oft immer noch nicht glauben kann.

#1 Da die Jungs gerade ein- bzw. umgeschult wurden, steht bei uns sowieso erstmal alles Kopf. Wir müssen uns alle Vier an das neue Schulleben gewöhnen, das in nächster Zeit aus extrafrühem Aufstehen, noch mehr morgendlicher Hetze und Eile, unzähligen Terminen und extrem viel Orga zu bestehen scheint. Ich sach nur 2 Stundenpläne im wöchentlichen Wechsel für das Gymnasial-Kind (Augenroll). Unsere Lieblingsgrundschullehrerin (in deren Klasse nun der Kleine geht) sagte zu mir bereits mitleidsvoll: „2 Schulkinder sind ein Full-Time-Job. Gehen sie besser erstmal nicht arbeiten.“ Harhar. Freude darüber ist wohl nicht der richtige Ausdruck, aber wat mutt, dat mutt!

#2 Nach den ersten durchgeknallten Schulwochen haben wir uns ne kleine Auszeit dann redlich verdient. Für ein Wochenende werden wir die holländische Nordsee-Insel Texel erkunden und ich freue mich schon auf Wattenmeer in Kombi mit Fritten Spezial.

#3 Außerdem werden wir endlich mal an die deutsche Ostseeküste reisen, denn da waren wir tatsächlich noch nie. Es geht für uns nach Rügen und ich bin wirklich schon megagespannt, ob die Insel hält was alle versprechen. Große Pläne haben wir bisher noch nicht gemacht, denn irgendwie habe ich auch mal Bock auf so nen richtigen Urlaub. Halt so, wie den Nicht-Blogger machen ;). Ein bisschen treiben lassen, keine Termine und Verpflichtungen, heute hier morgen da. Aber wenn ihr Tipps für mich habt, dann bitte immer gerne her damit. Der schönste Strand, die coolste Kaffeebude, der leckerste Kuchen etc. etc. Ich sauge alles auf wie ein Schwamm. Versprochen.

#4 Dann steht endlich mal ein Wochenende nur mit meinem großen Sohnemann an. Das habe ich in den letzten Jahren leider immer ein wenig vernachlässigt, weil ich die schulfreie Zeit mit dem Kleineren unbedingt noch nutzen wollte. Nun geht es aber mal auf einen Mama/großer Sohn-Trip und wir Zwei werden die Straßen Londons und die Warner Brother Studios unsicher machen. Mein Sohn ist nämlich ausgesprochener Harry Potter-Fan und 20 Jahre Zauberlehrling müssen natürlich gefeiert werden.

#5 Last but not least schreitet die Sanierung unseres 150 Jahre alten Höfchens voran. In den letzten Wochen war hier ohne Ende Staub, Schmutz und Lärm angesagt. Nun ist soweit alles neu gepflastert und ein neuer Rasen liegt. Dieses Jahr lohnt es sich wohl nicht mehr über neue Outdoormöbel und Bepflanzung nachzudenken. Aber im nächsten Jahr kommt das Europalettensofa weg (ich kann es nach 5 Jahren auch echt nicht mehr sehen!) und statt Blumenbeeten hätte ich gerne ein paar Hochbeete für homegrown Obst und Gemüse. Ja und drinnen muß auch mal wieder ein wenig renoviert werden. Es kommt also keine Langeweile auf.

#6 Ja und wenn dann tatsächlich doch mal ein wenig Ruhe einkehren sollte, freue ich mich auch fast ein wenig auf herbstliches Feeling mit Tee, Buch und Kuscheldecke aufm Sofa. Herr Hibbel und ich sind ja leidenschaftliche Seriengucker und der Herbst bietet sich nun echt an, mal wieder ganz gemütlich vorm Fernseher abzuschlunzen. Habt Ihr Serientipps für mich? Bin nicht mehr so ganz up-to-date.

Und was steht bei Euch diesen Herbst so an? Erzählt mal. Ich bin gespannt. Und so sorry, an alle denen ich den Tag mit meinen News verdorben habe. Wie soll man sowas schonend mitteilen :(?

33 Kommentare

  1. Ach, meine Liebe, was soll ich sagen … Mir fehlen auch nach einem Monat immer noch die Worte, zu diesem tragischen Ende von Anne. Du hast es sehr schön in Worte gefasst und Anne ganz wunderbar beschrieben – so wie sie wahr, ein herzlicher und liebevoller, kreativer und humorvoller Mensch. Ich bin so unsagbar froh, dass wir Anne noch besucht haben und ihr wenigstens ein paar schöne Stunden mit viel Ablenkung schenken konnten.
    Frau Dr. Pimplepopper werde ich auch nie mehr vergessen und die liebe Anne ewig damit verbinden. Es war wirklich genau ihr Art <3 Anne, ich werde dich nie vergessen!

    Dennoch freue ich mich sehr auf die vielen Bilder und Berichte von eurem Norwegen Trip. Norwegen reizt mich sehr und mal sehn, vielleicht fahren wir ja auch bald mal hin. Dann bin ich für all diene Tipps dankbar 🙂
    Für den Herbst hast du ja schon Großartige Pläne geschmiedet und wünsche euch ganz bezaubernde Reisen und super schöne Erlebnisse und Erinnerungen 😉

    Bis bald, Schnecke. Wir müssen uns mal wieder treffen.
    Christina

    • Nadine sagt

      Liebe Christina! Ja, mir fehlen eigentlich auch die Worte und wenn ich an sie denke, dann derzeit immer mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Ihren Humor hat sie echt bis zum Schluß nicht verloren. Norwegen-Tipps habe ich demnächst auf jeden Fall ganz viele und wenn Du Fragen hast, weisst Du ja wo Du mich findest. Wir sehen uns bald wieder. Fühl Dich gedrückt, Nadine

  2. …ich bin mehr als geschockt und mir laufen gerade die Tränen runter. Ja, so ist es….sich nichts anmerken lassen, kein Jammern und doch so schwer gezeichnet. Wirklich unfassbar für mich und ich danke dir dass du es uns mitgeteilt hast. Sie wird auch mir in stetiger Erinnerung bleiben.

    Mehr kann ich einfach nicht mehr schreiben, sorry dafür.

    Liebe Grüsse

    N☼va

    • Nadine sagt

      Liebe Nova, es tut mir so leid, daß Du es nun so erfahren musst und ich kann mir gut vorstellen, was das nun für ein Schock sein muss. Aber so war Anne halt. Meist hat sie es recht gut geschafft ihre Erkrankung selber zu „verdrängen“. Jeder Mensch ist halt anders und geht somit auch unterschiedlich mit solchen Krisen um. Ich habe sie dafür immer bewundert, denn das bekommt nun wirklich nicht jeder hin. Alles Liebe, Nadine

      • Dafür brauchst du dich wirklich nicht entschuldigen Nadine. Weisste, es gibt halt Menschen die einem, auch wenn nur virtuell bekannt, so am Herzen liegen das solche Nachrichten einfach unfassbar sind. Kann ihre Reaktion aber auch nachvollziehen, denn dieses Verdrängen tut dann einfach gut. Sich mal für einen Moment keine Gedanken über eine Krankheit oder Situation machen und einfach nur die Freude annehmen sowie ausstrahlen. Sie war wirklich ein so besonderer Mensch, was haben wir virtuell gelacht und gescherzt. Ich habe gestern viel geweint und meine Gedanken gehören auch der Familie der ich sehr viel Kraft wünsche.

        Anne wird eine grosse Lücke hinterlassen und nie vergessen werden.

        • Nadine sagt

          Liebe Nova, ja das verstehe ich sehr gut und sie wird in der Tat eine sehr große Lücke hinterlassen. 🙁 Fühl Dich virtuell gedrückt, Nadine

  3. oh nein, ich lese und weine Sturzbäche – ohne sie gekannt zu haben. Das Leben ist meistens wirklich kein Ponyhof und das Schicksal ein Arschloch. Du hast aber sehr schöne Worte gefunden für eine offfensichtlich wunderbare Person…….

    Sach mal Bescheid, wann ihr nach Texel geht, wir wollen uns das auch anschauen.

    • Nadine sagt

      Danke für Dein Mitgefühl, liebe Eva und ja…. sie war wirklich besonders und außergewöhnlich. Und ich sage Dir auf jeden Fall Bescheid. Ein kleines Holland-Date fände ich großartigst. GlG/ Nadine

  4. Ich kannte Anne nicht, aber ich glaube, es ist gut, Zeit gehabt zu haben, sich von ihr zu verabschieden – auch wenn die Zeit natürlich nie reicht.

    Das zwei Schulkinder ein Fulltime Job sind ist allerdings Quatsch (mit zwei Schulkindern in Klasse 5 & 10 kann ich das durchaus sagen). Erstens gewöhnt man sich schnell dran und zweitens werden sie schnell genug älter und selbstständiger. Also, Entspannung. 😬

    Wir fahren bald nach Juist, da war ich noch nicht und ich freu mich schon. Spanien steht auch noch auf dem Plan. Aber erst mal startet nach dem WE wieder die Schule.

    • Nadine sagt

      Das mit dem Fulltime-Job war natürlich purer Sarkasmus, stimmt aber zumindest in den ersten Wochen ein Stück weit. Klar gewöhnt man sich daran und man wächst ja auch mit seinen Aufgaben. 😉

      Nach Juist möchte ich auch unbedingt mal. Bin gespannt wie es euch gefallen wird. Irgendwie sind ja alle begeistert.

      Und ja, ich bin unfassbar froh das ich noch die Zeit hatte, mich zu „verabschieden“ und ihr zu zeigen, wie sehr sie mir am Herzen lag. Ich denke das ist das, was am Ende eines Lebens zählt. Mehr kann man sowieso nicht tun. Danke, liebe Dani!

  5. Das ist wirklich traurig. Ich habe Anne vor zwei Jahren zusammen mit dir auf der ITB getroffen und mochte sie sofort. Seitdem habe ich immer mal wieder in ihrem Blog gelesen und erst Ende Juni noch ihre grandiose Giotto-Torte nachgebacken zu Janis‘ Geburtstag. Auf meinen Kommentar dazu hatte sie noch so nett geantwortet, und ich dachte mir, hoffentlich treffe ich sie nächsten März wieder… 🙁

    Rügen im Herbst ist dann entweder klasse, um sich den Kopf richtig durchpusten zu lassen – oder um ganz in Depressionen zu versinken. 🙂 Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass euch ersteres gelingt! Von allzu viel Trupbel werdet ihr jedenfalls sicher nicht abgelenkt. Jede Menge Tipps für die schönsten Wanderungen und Spaziergänge habe ich dir mit unserem Reiseführer ja quasi schon schriftlich gegeben. 🙂 Ich hoffe, er hilft euch bei einem erholsamen Urlaub!

    Liebe Grüße,
    Lena

    • Nadine sagt

      Danke schön, liebe Lena! Ja, ich erinnere mich noch daran, daß wir gemeinsam über die ITB getingelt sind. Sie wollte dieses Jahr auch so gerne wieder hin, aber da ging es ihr schon zu schlecht.

      Und Deinen Reiseführer werde ich im Oktober natürlich von hinten bis vorne studieren. Ende Oktober ist sicher nicht optimal, aber die Ferien sind dieses Jahr leider so spät. Also hoffen wir mal auf ein wenig Einsehen vom Wettergott und machen das Beste draus. Ich sach nur Sauna und Kamin. 😉 GlG, Nadine

  6. Bei Deiner Überschrift habe ich mit allem gerechnet, nur nicht damit. Ich bin völlig geschockt. Genauso, wie Du sie beschrieben hast, habe ich sie von einem Treffen auf der ITB in Erinnerung. Lebensfroh und quirlig. Ich wünsche allen, die ihr nahe standen und vor allem ihrer Familie viel Kraft.
    Liebe Grüße, Ines

    • Nadine sagt

      Danke schön, liebe Ines! Solche bescheidenen Neuigkeiten kann man wohl nie schonend verkünden 🙁 .

  7. Wenn an einen so schönen Tag traurige Gedanken aufkommen. Danke Nadine, das du diese Gedanken und Gefühlt mit uns geteilt hast. Ich hatte das wahnsinnige Glück, bisher nicht viele liebe Menschen gehen zu lassen und doch merke ich, das es mich bei jedem einzelnen ziemlich treffen würde. Insbesondere dann, wenn man sich mit jemanden so verbunden fühlt. Ich habe Anne soweit ich weis nicht wirklich persönlich kennengelernt – aber wenn ich ihren Blog lese und deine Worte, dann kann sie sich glücklich schätzen. Denn sie hat Menschen gehabt, sie sie lieben. Und das! Ist das wichtigste von Welt.

    Der Alltag frisst uns zu oft auf. Ich bin gerade frisch verliebt und merke umso mehr, das man sich die Zeit nehmen muss um zu sich selbst zurückzukehren. Zeit mit Menschen zu verbringen ist 1000 Mal wichtiger als der 829ste Blogbericht oder die Email an irgendwelche Fremden…

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und auch an Anne, wo auch immer sie jetzt ist.

    LG Janett

    • Nadine sagt

      Vielen Dank für Deine lieben Worte, Janett! Ich weiß nicht….sie hat im Nachbardorf gewohnt und war auch schon auf der ITB. Vielleicht seid ihr euch mal begegnet. Ja, das ist das Wichtigste auf der Welt. Zeit mit den Menschen, die man liebt und die einen lieben. Alles Andere ist eigentlich zweitrangig und das sollten wir uns so oft wie möglich in Erinnerung rufen und leben, lieben, lachen. Denn wer weiß schon was morgen ist. Ich wünsche Dir die allerschönste Zeit! Verliebtsein ist so toll :). Nadine

  8. Um Himmels Willen. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich habe Anne nur zweimal gesehen, erinnere mich aber sehr klar an sie, weil sie gleich so unheimlich freundlich und offen auf mich zukam bei meiner ersten ITB. Als würden wir uns schon lange kennen. Das fand ich total schön damals. So eine tolle Ausstrahlung! Mir fehlen die Worte. Danke dir für deinen einfühlsam formulierten Text!

  9. Es fällt mir sehr schwer, jetzt etwas zu schreiben. Ich stelle mir vor, wie das für sie gewesen sein muss zu wissen, dass sie ihre Kinder verlässt. Schlimm. Ich wünsche den Kindern alles Gute.
    Und schön, dass sie so eine tolle Freundin hatte wie Dich Nadine. Ich glaube, Du hast so viel wertvolle Zeit beschert, das ist wirklich schön, und Du hast sie auch sehr schön beschrieben, danke dafür.
    LG

  10. Liebe Nadine,

    Du hast wunderbare und einfühlsam Worte gefunden. Danke, dass du deine Gedanken und Gefühle mit uns teilst. Ich habe Anne nur kurz kennengelernt und fand ihre mitreissende Fröhlichkeit und Ausstrahlung super sympatisch – es macht mich sehr traurig, deine Zeilen zu lesen und bin in Gedanken bei dir und ihrer Familie.
    Ich drück dich ❤
    LG Antje

  11. Flögi sagt

    Boah, Nadine, ich habe jetzt weinen müssen. Ich stand mit ihr oft im Briefwechseln und mochte sie sehr. Ich bin jtzt furhctbar schockiert und gerade vor einer Woche fragte ich nach ihr, es wunderte mich sehr, daß da keine Antwort kommt. Es ist ganz furchtbar. Es tut mir furchtbar leid, daß sie nicht die Möglichkeit uns gegeben hat, ihr es zu sagen können, daß wir, hier außen sie so viele Leute gemocht und geliebt haben und daß ich mich von ihr nie mehr verabschieden kann. Ihre Familie tuut mir auch furchtbar leid. Ich würde sie so gerne umarmen und sagen, wie toll Anne war. Ich kann jetzt gar nicht mehr anderes schreiben. Einfach grausam und furchtbar schmerzhaft.
    Ich wünsche auch dir viel Kraft es zu überstehen.
    Alles liebe, Andi

    • Nadine sagt

      Liebe Andrea, ich bin mir sicher, daß sie all das gewusst hat, denn Du warst ja eine sehr treue Leserin ihres Blogs und hast ihr ganz oft geschrieben. Die Moral von der Geschicht ist aber sicher wieder mal, daß wir den Menschen die wir gern haben und lieben, dies schon zu Lebzeiten sagen sollten. Sonst ist es vielleicht zu spät. Fühl Dich gedrückt, Nadine

  12. Was ein Schock! Danke für deine schönen Worte. Ich kannte Anne nicht persönlich, aber ich liebe ihren Blog, ihre Art, ihre lieben lustigen Kommentare zu meinen Posts und sie stand ganz oben auf der Liste der Blogger-Kolleginnen, die ich schon immer mal kennenlernen wollte…
    Auch zu dir habe ich durch sie gefunden 😉 Dann schicken wir wohl ab nun die Kommentare gen Himmel.
    Ganz liebe Grüße, Yvette

  13. Yvette [engel + banditen] sagt

    (Eigentlich habe ich hier gestern schon einen Kommentar geschrieben- hab ich ihn vielleicht gar nicht abgeschickt?!)
    Annes Tod hat mich total geschockt. Leider kannte ich sie nicht persönlich, aber auf der Liste der Bloggerinnen, die ich gerne kennenlernen würde, stand sie ganz oben. Ich liebe ihren Blog, ihre Fotos, ihre Art zu schreiben. Wir haben oft gegenseitig unsere Blogbeiträge kommentiert und ich habe mich über jeden einzelnen ihrer immer lustigen Kommetare gefreut. Danke daß du uns informiert hast und das mit so schönen treffenden Worten. Fühl dich gedrückt – ich such jetzt mal auf youtube nach Dr Pimplepopper- kenn ich noch nicht 😉
    GLG, Yvette

    PS: nach London zum Harry möhte ich mit meiner Tochter auch bald!

    • Nadine sagt

      Liebe Yvette, Dein Kommenar war gestern schon da, ich hatte nur noch keine Zeit zu antworten. Ja, es ist für die meisten ein großer Schock, weil die virtuelle Welt einfach nichts von ihrer Erkrankung wusste. Aber sie wollte das so. Der Blog war halt ihre schöne heile Welt, wo sie den Mist ausblenden konnte und ich verstehe das sehr gut. Du hättest sie sicher gemocht. Sie war in der Realtität genauso wie auf dem Blog. Und ja, google mal nach Dr. Pimplepopper, aber sei nicht geschockt…..das ist fieses Zeuchs. Hahahaha. So typisch Anne! 🙂
      GlG, Nadine

  14. Liebe Nadine,
    ich bin auch geschockt. Ich habe Anne nur kurz auf der ITB vor zwei Jahren kennen gelernt und mochte sie sofort mit ihrer fröhlichen, liebenswerten Art. Ich wünsche dir und vor allem ihrer Familie viel Kraft!

  15. Anita sagt

    Liebe Nadine,
    selbst nach einem Monat kann ich immer noch nicht fassen, dass Anne gestorben ist. Das ist einfach nur furchtbar. Ich habe ihren Blog über dich kennengelernt und sehr gern gelesen. Auch wenn ich sie nicht persönlich kannte, ihre Geschichten sind immer noch in meinem Kopf: wie sie ihre Handtasche in Heinos Cafè vergessen hat, die unglaubliche Kreditkartengeschichte in New York, ihre abenteuerliche Einreise nach Thailand von Kambodscha, ihre Begeisterung für die Eifel und Dubai in der größten Hitze, Volterra, ihre unglaubliche Kreativität, ihre Leidenschaft fürs Kochen und Backen und so viel mehr… Und nun wird sie nie wieder etwas schreiben. Wer ihren Blog kennt, kann sich ungefähr vorstellen, was für eine Riesenlücke sie im Leben ihrer Familie hinterlassen hat. Ich wünsche ihrer Familie viel Kraft in dieser schweren Zeit. Ihr jüngster Sohn ist ungefähr so alt wie meiner, sowas Schlimmes sollte er nicht durchmachen müssen. Das einzige, das vielleicht ein bisschen tröstet, ist die Tatsache, dass sie wirklich ein schönes Leben hatte. Sie hat in ihrem viel zu kurzen Leben mehr erlebt als viele andere die 90 oder so werden. Was du über sie und eure Freundschaft geschrieben hast, war wirklich schön.

    • Nadine sagt

      Ach liebe Anita, mir geht es auch immer noch so. Erst so ganz langsam realisiere ich, daß ich sie nie wieder sehen und mit ihr lachen werde. Aber die vielen witzigen Anekdoten, die Du so schön beschrieben hast, leben in unseren Köpfen und auch auf ihrem Blog weiter. Ich werde da sicher immer wieder mal hängenbleiben. Allein schon wegen ihrer genialen Salted-Caramel Brownies. Ich danke Dir für Deine Worte. Alles Liebe, Nadine

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