Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Reisen
Warum ich mehr über diese Themen schreiben möchte, mich damit aber schwer tue!

19. März 2018

Langjährige Leser bemerken sicher die langsam aber stetige Veränderung meines Blogs. Klar geht es hier hauptsächlich immer noch um das Reisen mit Kindern, aber da meine Jungs größer werden und das Reisen mit ihnen immer unkomplizierter wird, interessieren mich Themen wie Babymilch im Ausland, Buggy auf Reisen, Kinderhörspiele auf langen Autoreisen und Co. persönlich halt auch immer weniger. Was dafür mehr und mehr in meinen Fokus rückt, ist das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz, das mich sehr interessiert und berührt. Denn die Lage auf unserem Planeten wird immer brenzliger und bei so vielen Menschen scheint das immer noch nicht unbedingt angekommen zu sein. Oder es interessiert sie schlichtweg gar nicht. Hier habe ich z.B. darüber geschrieben, was wir bereits alles umgestellt haben und hier, wie ich mit meinen Kindern das Thema Umweltschutz angehe.

Und da sind wir dann beim Kern meines Problems, der mir schon seit einiger Zeit auf dem Herzen liegt. Ich möchte nicht mit erhobenem Zeigefinger in der Luft herumwedeln, sondern einfach nur auf die Probleme aufmerksam machen und darüber sprechen, wie wir damit umgehen. Aber darf ich es mir als Reisebloggerin, die relativ viel fliegt und Auto fährt, überhaupt anmaßen darüber zu schreiben? In den letzten 6 1/2 Jahren wurde mein Blog von Menschen, die fiese Kommentare hinterlassen, weitestgehend verschont. Wir haben Reisen rund um die Welt gemacht, in tollen Unterkünften übernachtet und spannende Abenteuer erlebt. Das Feedback darauf war fast durchweg positiv, weil wir uns getraut haben, mit unseren kleinen Kindern die Welt zu entdecken. Seitdem ich hier und auf Instagram nun hin und wieder aber auch mal über nachhaltige Dinge und Umweltschutz schreibe, mehren sich zeitgleich die negativen Kommentare.

Denn scheinbar wird es mir als Reisebloggerin abgesprochen, dass ich mich für das Thema Umweltschutz einsetze. Mir ist völlig bewusst, dass jeder Flug und jede Autofahrt scheiße für die CO2-Bilanz unseres Planeten ist. Und verdammt, wenn ich das Beamen erfinden könnte, würde ich es sofort tun. Aber keiner schimpft auf die zigtausend Geschäftsleute, die täglich nur für ein Date um die halbe Welt fliegen. Ich versuche wenigstens ein paar Wochen vor Ort zu sein, ein  halbwegs nachhaltiges Leben zu führen und die mitunter arme Bevölkerung durch meinen Besuch finanziell zu unterstützen.

Zudem gibt es auf unserer Erde verschiedene Umwelt-Baustellen und jede hat ihre Tücken. Ja, ich fliege. Aber dafür versuche ich täglich unseren Müll zu reduzieren, verzichte auf Plastik wo es nur geht, achte auf Inhaltsstoffe, Mikroplastik und Tierversuche, mache auf Insektensterben und Glyphosat aufmerksam etc. etc. Auf Instagram Stories habe ich kürzlich eine Umfrage eingestellt und gefragt, ob ich vermehrt über solche Themen schreiben oder lieber beim reinen Reisen mit Kindern bleiben soll? 95 % sagten JA zu mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Einige Leser schrieben mir auch bereits, dass ich sie erst darauf aufmerksam gemacht und inspiriert hätte, ebenfalls etwas zu verändern. Und wisst Ihr was? Ich freue mich wie Bolle darüber. Ich wundere mich jedoch total darüber, dass es Menschen gibt, denen das nicht genug ist und die mich dafür angreifen. Statt sich über jeden kleinen Schritt in die richtige Richtung zu freuen.

Die Menschheit kann sich nicht über Nacht komplett verändern, wie die Steinzeitmenschen zurück in Höhlen ziehen und nur noch von Beeren und Wurzeln ernähren. Dafür sind über 7 Milliarden Menschen auf dieser Erde einfach zu viel. Aber wenn wir alle anfangen erstmal vor unserer eigenen Haustüre zu kehren und mit halbwegs gutem Beispiel voran gehen, statt mit Steinen auf andere Menschen zu schmeißen, können wir dauerhaft sicher etwas bewegen.

Da ich mit Schulkindern in den nächsten Jahren nicht in der Lage sein werde Slow Travel zu praktizieren, werden auch Flug- und Autoreisen ein Thema bleiben. Aber wir reisen ebenfalls sehr viel durch Deutschland und das nahe Ausland und ich ermuntere euch dazu, auch die Schönheit unserer eigenen Heimat zu entdecken. Ich schaue genau hin was ich kaufe, hinterfrage viel, verzichte, gebe mehr Geld aus um nachhaltig und fair einzukaufen, fertige manche Dinge wie Wasch- oder Putzmittel selber an, mache auf Reisen auf Mißstände aufmerksam (z.B. zuviel Plastikmüll in Hotels) und esse selten Fleisch. Aber ich bin weit davon entfernt perfekt zu sein. Also hört bitte auf, mich dafür zu kritisieren, sondern seid einfach selber ein positives Vorbild. Danke!

So und nun wüsste ich gerne von Euch…. wie seht ihr das? Denkt Ihr „Schuster bleib bei Deinen Leisten“ und schreib übers Reisen mit Kindern oder wollt ihr auch mehr von mir zum Thema „nachhaltiges Leben und Reisen“ lesen? 

PS. Fast zeitgleich hat Ute vom Bravebird Blog auch einen interessanten Artikel dazu geschrieben: „Tue Gutes und werde dafür kritisiert.“ Ich kann ihr nur beipflichten.

PPS. Im Übrigen sind alle Fotos auf den Malediven vor 3 1/2 Jahren entstanden. Ein Reiseziel bei dem Traum und Realität z.T. sehr voneinander abweichen. Inseln die komplett vermüllt sind, zerstörte Korallen und Riffe, eine hochmuslimische autokratische Herrschaft mit Unterdrückung der Einheimischen und Touristen, die das nicht sehen (wollen), weil sie vom Flughafen direkt auf ihre 5 Sterne-Luxusinsel gekarrt werden. Ich finde ja, dass es sich immer lohnt auch hinter die Kulissen zu schauen und auf Mißstände aufmerksam zu machen. Anfeindungen oder gar rassistische Kommentare auf meinem Blog akzeptiere ich jedoch nicht. Gab es beim Malediven Beitrag auch schon. Schalte ich aber gar nicht erst frei.

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49 Comments

  • Reply Franzi 19. März 2018 at 12:42

    Ach Schatz. Ich kenn diese Kommentare auch und stell mir auch oft die Frage WER da meckert. Ich wäre so gern Mäuschen, denn ich bin so sicher, dass die die meckern oft die sind, die es selbst gar nicht gebacken bekommen.

    Und dann muss ich schon wieder lächeln. Weißt du was, wir machen hier einen verdammt guten Job und der muss nicht perfekt sein, der muss nur echt sein!

    Fühl dich umarmt!

    • Reply Nadine 20. März 2018 at 10:13

      Ich danke Dir, meine liebe Franzi! ♥ An manchen Tagen steckt man solche Kritiken halt locker weg, an anderen nicht. Die Menschen meinen halt immer, daß man sich alles an den Kopf werfen lassen kann, nur weil man ein Stück weit in der Öffentlichkeit steht.

  • Reply Franzi 19. März 2018 at 12:42

    Ach Schatz. Ich kenn diese Kommentare auch und stell mir auch oft die Frage WER da meckert. Ich wäre so gern Mäuschen, denn ich bin so sicher, dass die die meckern oft die sind, die es selbst gar nicht gebacken bekommen.

    Und dann muss ich schon wieder lächeln. Weißt du was, wir machen hier einen verdammt guten Job und der muss nicht perfekt sein, der muss nur echt sein!

    Fühl dich umarmt!

    • Reply Nadine 20. März 2018 at 10:13

      Ich danke Dir, meine liebe Franzi! ♥ An manchen Tagen steckt man solche Kritiken halt locker weg, an anderen nicht. Die Menschen meinen halt immer, daß man sich alles an den Kopf werfen lassen kann, nur weil man ein Stück weit in der Öffentlichkeit steht.

  • Reply Andrea Lammert 19. März 2018 at 14:42

    Liebe Nadine,
    ich lese ja nun schon länger mit und finde es toll, dass du über dieses Thema schreibst. Denn wie du sagst, du machst eine ganze Menge und du machst du überhaupt Gedanken über diese Dinge. Das ist schon mal viel mehr als der Durchschnitt. Wieviele Menschen tun das eben nicht und kaufen noch immer ein, ohne nachzudenken? Käfig-Eier zum Beispiel oder Nudeln, in denen eben solche Eier verarbeitet sind.
    Sicher ist nachhaltige Lebensweise oft auch eine Sache des Geldes, aber eben nicht nur. Es gibt auch vieles, das nichts mit dem Geld zu tun hat, sondern mit der Denkweise. Wenn man Sachen schon immer macht und dann jahrelang gar nicht merkt, das man wirklich etwas tut, dann ist das doch der beste Weg. So wie ich das bei dir auch sehe.
    Ich habe erst gemerkt, wie wenig Müll wir produzieren (und ich dachte immer, das wäre viel), als unser System umgestellt wurde. Für unsere wenige Menge hab es schlichtweg keine Eingruppierung und so zahlen wir die den Mindestbeitrag und haben trotzdem nur die Hälfte des minimalen Müllvolumens erreicht. Für solch ein Verhalten auch noch bestraft zu werden durch hohe Müllkosten, da musste ich erstmal schlucken, heute ist es eben so und ich sage nichts dazu.
    Als Reiseblogger ist es nicht einfach, es ist unser Beruf, zu reisen. Aber schreiben und erzählen wir nicht auch von der Schönheit der Welt, die es zu schützen gibt? Von vielen Menschen, die sich um den Umweltschutz bemühen? Von schmelzenden Gletschern und sind es nicht wir, die die schmelzenden Eisberge auch in die Medien bringen? Nein, als Familie kann man eben nicht jeden Urlaub zu Fuß die Alpen überqueren oder per Rad den Weserradweg entlangfahren. Meine Kinder sollen eben genau diese Schönheit der Welt sehen, damit der tiefe Wunsch entsteht, sie zu schützen.
    Klar, wir fahren mit dem Auto, zu viel als ich will, ich fliege auch, wenngleich immer weniger. Aber es ist doch wichtig, dass Nachhaltigkeit eben im Denken vorkommt und bei ALLEN Entscheidungen eine Rolle spielt. Das ist der Punkt, den ich bei dir sehe, du bist eben bewusst. Andere sind es eher nicht. Leider lassen die, die meckern, sich meistens nicht so auf den Tisch und ins Bad schauen wie wir Blogger und aus der Position ist es leicht, zu verurteilen. Eine doofe Kultur! Andere zu verurteilen, anstatt sich zu freuen, dass da etwas passiert und zu bestärken oder sich gegenseitig zu helfen.
    Hast du eigentlich überlegt, daraus mal einen Round-up-Post zu machen? Ich würde auch mitmachen und bei mir drüber schreiben. Gerne sogar. Weil – schon das Gemüsekaufen stellt mich vor Herausforderungen, die niemals ganz nachhaltig zu lösen sind. Sonst muss ich ohne Round-up mal drüber posten…
    Liebe Grüße

    • Reply Nadine 20. März 2018 at 10:38

      Liebe Andrea!

      Vielen Dank für Dein nettes Feedback. ♥ Ja, so sehe ich das auch. Mit dem Reisen öffnen wir unseren Kindern auch die Augen für die Schönheit unseres Planeten und vermitteln ihnen, das dieser schüzenswert ist. Meine Kinder wissen jedenfalls schon ganz genau, was es heißt ein Beach Clean Up zu machen und das z.T. mehr Plastik im Meer schwimmt als Fische.

      Ein Round-Up ist eine gute Idee. Habe ich bisher noch nicht dran gedacht, aber setze ich mal auf meine to-do-Liste. Und ich finde es ebenfalls toll, wie ihr das handelt. Wir haben unseren Müll auch immerhin schon zur Hälfte reduziert. Wenn das alle Menschen schaffen würden, wäre das ja schon ein gewaltiger Berg.

      GlG, Nadine

    • Reply Roxy 19. April 2018 at 14:55

      Hi Andrea und Nadine, ich bin interessiert an dem Thema Nachhaltigkeit und möchte dazu ein Round-Up und Gastbeiträge auf meinem Blog anbieten. Mein Blog ist frisch und unpopulär, was für mich ok ist. Ich möchte lieber über Themen schreiben, die über die pastellrosa Instagramwelt hinausgehen. Falls das für euch noch aktuell ist und ihr Interesse habt, meldet euch gerne.

  • Reply Andrea Lammert 19. März 2018 at 14:42

    Liebe Nadine,
    ich lese ja nun schon länger mit und finde es toll, dass du über dieses Thema schreibst. Denn wie du sagst, du machst eine ganze Menge und du machst du überhaupt Gedanken über diese Dinge. Das ist schon mal viel mehr als der Durchschnitt. Wieviele Menschen tun das eben nicht und kaufen noch immer ein, ohne nachzudenken? Käfig-Eier zum Beispiel oder Nudeln, in denen eben solche Eier verarbeitet sind.
    Sicher ist nachhaltige Lebensweise oft auch eine Sache des Geldes, aber eben nicht nur. Es gibt auch vieles, das nichts mit dem Geld zu tun hat, sondern mit der Denkweise. Wenn man Sachen schon immer macht und dann jahrelang gar nicht merkt, das man wirklich etwas tut, dann ist das doch der beste Weg. So wie ich das bei dir auch sehe.
    Ich habe erst gemerkt, wie wenig Müll wir produzieren (und ich dachte immer, das wäre viel), als unser System umgestellt wurde. Für unsere wenige Menge hab es schlichtweg keine Eingruppierung und so zahlen wir die den Mindestbeitrag und haben trotzdem nur die Hälfte des minimalen Müllvolumens erreicht. Für solch ein Verhalten auch noch bestraft zu werden durch hohe Müllkosten, da musste ich erstmal schlucken, heute ist es eben so und ich sage nichts dazu.
    Als Reiseblogger ist es nicht einfach, es ist unser Beruf, zu reisen. Aber schreiben und erzählen wir nicht auch von der Schönheit der Welt, die es zu schützen gibt? Von vielen Menschen, die sich um den Umweltschutz bemühen? Von schmelzenden Gletschern und sind es nicht wir, die die schmelzenden Eisberge auch in die Medien bringen? Nein, als Familie kann man eben nicht jeden Urlaub zu Fuß die Alpen überqueren oder per Rad den Weserradweg entlangfahren. Meine Kinder sollen eben genau diese Schönheit der Welt sehen, damit der tiefe Wunsch entsteht, sie zu schützen.
    Klar, wir fahren mit dem Auto, zu viel als ich will, ich fliege auch, wenngleich immer weniger. Aber es ist doch wichtig, dass Nachhaltigkeit eben im Denken vorkommt und bei ALLEN Entscheidungen eine Rolle spielt. Das ist der Punkt, den ich bei dir sehe, du bist eben bewusst. Andere sind es eher nicht. Leider lassen die, die meckern, sich meistens nicht so auf den Tisch und ins Bad schauen wie wir Blogger und aus der Position ist es leicht, zu verurteilen. Eine doofe Kultur! Andere zu verurteilen, anstatt sich zu freuen, dass da etwas passiert und zu bestärken oder sich gegenseitig zu helfen.
    Hast du eigentlich überlegt, daraus mal einen Round-up-Post zu machen? Ich würde auch mitmachen und bei mir drüber schreiben. Gerne sogar. Weil – schon das Gemüsekaufen stellt mich vor Herausforderungen, die niemals ganz nachhaltig zu lösen sind. Sonst muss ich ohne Round-up mal drüber posten…
    Liebe Grüße

    • Reply Nadine 20. März 2018 at 10:38

      Liebe Andrea!

      Vielen Dank für Dein nettes Feedback. ♥ Ja, so sehe ich das auch. Mit dem Reisen öffnen wir unseren Kindern auch die Augen für die Schönheit unseres Planeten und vermitteln ihnen, das dieser schüzenswert ist. Meine Kinder wissen jedenfalls schon ganz genau, was es heißt ein Beach Clean Up zu machen und das z.T. mehr Plastik im Meer schwimmt als Fische.

      Ein Round-Up ist eine gute Idee. Habe ich bisher noch nicht dran gedacht, aber setze ich mal auf meine to-do-Liste. Und ich finde es ebenfalls toll, wie ihr das handelt. Wir haben unseren Müll auch immerhin schon zur Hälfte reduziert. Wenn das alle Menschen schaffen würden, wäre das ja schon ein gewaltiger Berg.

      GlG, Nadine

    • Reply Roxy 19. April 2018 at 14:55

      Hi Andrea und Nadine, ich bin interessiert an dem Thema Nachhaltigkeit und möchte dazu ein Round-Up und Gastbeiträge auf meinem Blog anbieten. Mein Blog ist frisch und unpopulär, was für mich ok ist. Ich möchte lieber über Themen schreiben, die über die pastellrosa Instagramwelt hinausgehen. Falls das für euch noch aktuell ist und ihr Interesse habt, meldet euch gerne.

  • Reply Susan 19. März 2018 at 15:12

    Das ist ein ganz toller Beitrag und ich finde es heutzutage extrem wichtig das Thema Umweltschutz in alle Überlegungen einzubeziehen!

    Wir als Reiseveranstalter möchten natürlich Reisefans in den Bann ziehen und die Wunder des Reisezieles näherbringen, wir „verkaufen“ Glück, Entspannung und Erlebnisse – doch was ist mit Umweltschutz? Unsere Gäste müssen in den Flieger steigen, um ihr Reiseziel zu erreichen. Unsere Hauptzielgruppe sind Mietwagenrundreisende (buhhh, noch ein motorisiertes Reisemittel)!

    Sollen wir täglich ein schlechtes Gewissen haben, weil wir durch den Verkauf von Reisen der Umweltverschmutzung beitragen? Jein! Es ist ein Prozess der bereits Jahre andauert und stetig andauern MUSS! Wie können wir unseren Beitrag leisten. Reicht es, dass wir ein Aufforstungsprojekt tatkräftig unterstützen? Reicht es, dass wir unsere Kunden aufklären, wie sie sich im Reiseziel verhalten sollen? NEIN, aber zumindest sind dies ganz kleine Schritte zumindest in die richtige Richtung – und
    NEIN, diese kleinen Schritte reichen natürlich nicht aus um unser Gewissen zu beruhigen.

    Wir versuchen uns weiter zu entwickeln und sind gespannt auf Deine Beiträge sowie auf die Ideen (nicht Kritiken) von anderen Reisenden.

    • Reply Nadine 20. März 2018 at 14:52

      Vielen lieben Dank für Eure Sichtweise als Reiseveranstalter. Die Alternative wäre, wir bleiben alle in unseren 4 Wänden hocken und kommen nur soweit die Füße uns tragen. Aber ich bezweifle, daß das im Jahr 2018 noch möglich ist. Darum müssen wir schauen wie wir das Beste aus der schwierigen Situation machen. GlG, Nadine

  • Reply Susan 19. März 2018 at 15:12

    Das ist ein ganz toller Beitrag und ich finde es heutzutage extrem wichtig das Thema Umweltschutz in alle Überlegungen einzubeziehen!

    Wir als Reiseveranstalter möchten natürlich Reisefans in den Bann ziehen und die Wunder des Reisezieles näherbringen, wir „verkaufen“ Glück, Entspannung und Erlebnisse – doch was ist mit Umweltschutz? Unsere Gäste müssen in den Flieger steigen, um ihr Reiseziel zu erreichen. Unsere Hauptzielgruppe sind Mietwagenrundreisende (buhhh, noch ein motorisiertes Reisemittel)!

    Sollen wir täglich ein schlechtes Gewissen haben, weil wir durch den Verkauf von Reisen der Umweltverschmutzung beitragen? Jein! Es ist ein Prozess der bereits Jahre andauert und stetig andauern MUSS! Wie können wir unseren Beitrag leisten. Reicht es, dass wir ein Aufforstungsprojekt tatkräftig unterstützen? Reicht es, dass wir unsere Kunden aufklären, wie sie sich im Reiseziel verhalten sollen? NEIN, aber zumindest sind dies ganz kleine Schritte zumindest in die richtige Richtung – und
    NEIN, diese kleinen Schritte reichen natürlich nicht aus um unser Gewissen zu beruhigen.

    Wir versuchen uns weiter zu entwickeln und sind gespannt auf Deine Beiträge sowie auf die Ideen (nicht Kritiken) von anderen Reisenden.

    • Reply Nadine 20. März 2018 at 14:52

      Vielen lieben Dank für Eure Sichtweise als Reiseveranstalter. Die Alternative wäre, wir bleiben alle in unseren 4 Wänden hocken und kommen nur soweit die Füße uns tragen. Aber ich bezweifle, daß das im Jahr 2018 noch möglich ist. Darum müssen wir schauen wie wir das Beste aus der schwierigen Situation machen. GlG, Nadine

  • Reply Miuh 19. März 2018 at 15:19

    Liebe Nadine

    Ich finde einzelne Themen sehr interessant, die eben aufklären, hinter die Kulissen schauen und entsprechende praktische Tipps und Informationen geben.

    Zum Beispiel habe ich erst durch Blog-Beiträge gelernt, dass viele Elefanten in Thailand kein sehr tolles Leben haben und die Zusammenarbeit mit ihrem Besitzer nicht unbedingt so harmonisch und gewaltfrei ist, wie ich früher dachte.

    Auch dass es in Afrika Raubkatzen-Farmen gibt, welche Jungtiere von Freiwilligen (die denken, etwas Gutes zu tun) aufziehen lassen, um sie später als nur halb-wilde Grosskatzen von Trophäen-Jägern abschiessen zu lassen.

    Anderseits habe ich auch schon Beiträge von Reisebloggern gelesen, die sehr gerne mit erhobenem Zeigefinger wirken, gleichzeitig hervorheben, wie ökologisch gut sie selbst doch reisen und allgemein durchblicken lassen, dass sie aus irgendwelchen Gründen als Reiseblogger eine höhere Berechtigung haben, zu Reisen – eine Art Bildungsauftrag?
    Das muss dann weniger sein.

    Selbst gebe ich mir Mühe, mit meinem ganzen Leben genauso wie mit dem Reisen nicht allzuviel Schaden anzurichten, aber dass meine Flüge, aber auch Roadtrips nun mal einfach nicht gut sind, lässt sich nicht wegwischen. Da muss ich vor mir selbst zugeben und damit leben, dass meine Reisen auch einfach nur egoistisch sind, denn Lebensnotwendig wären sie überhaupt nicht.

    Liebe Grüsse, Miuh

    • Reply Nadine 21. März 2018 at 9:45

      Liebe Miuh, genau aus Deinen genannten Gründen finde ich es wichtig auch immer hinter die Kulissen zu schauen. Wenn keiner reisen würde, wüssten wir wohl nicht, wie vermüllt die Meere schon sind. Das die Orang Utans sterben, weil wir ihren Lebensraum zerstören. Etc. Etc. Natürlich ist Fliegen und Reisen nicht lebensnotwendig und reiner Egoismus. Es ist auch reiner Egoismus Fleisch zu essen, Auto zu fahren, sich jedes Jahr ein neues Handy zu kaufen usw. Natürlich könnten wir alle unser Leben auf ein totales Minimum zurückschrauben. Aber das würde wohl kaum ein Mensch freiwillig machen. Dafür müsste uns Menschen wahrscheinlich erst der Himmel auf den Kopf fallen. Also muß man sich halt halbwegs realistische Ziele setzen. LG, Nadine

  • Reply Miuh 19. März 2018 at 15:19

    Liebe Nadine

    Ich finde einzelne Themen sehr interessant, die eben aufklären, hinter die Kulissen schauen und entsprechende praktische Tipps und Informationen geben.

    Zum Beispiel habe ich erst durch Blog-Beiträge gelernt, dass viele Elefanten in Thailand kein sehr tolles Leben haben und die Zusammenarbeit mit ihrem Besitzer nicht unbedingt so harmonisch und gewaltfrei ist, wie ich früher dachte.

    Auch dass es in Afrika Raubkatzen-Farmen gibt, welche Jungtiere von Freiwilligen (die denken, etwas Gutes zu tun) aufziehen lassen, um sie später als nur halb-wilde Grosskatzen von Trophäen-Jägern abschiessen zu lassen.

    Anderseits habe ich auch schon Beiträge von Reisebloggern gelesen, die sehr gerne mit erhobenem Zeigefinger wirken, gleichzeitig hervorheben, wie ökologisch gut sie selbst doch reisen und allgemein durchblicken lassen, dass sie aus irgendwelchen Gründen als Reiseblogger eine höhere Berechtigung haben, zu Reisen – eine Art Bildungsauftrag?
    Das muss dann weniger sein.

    Selbst gebe ich mir Mühe, mit meinem ganzen Leben genauso wie mit dem Reisen nicht allzuviel Schaden anzurichten, aber dass meine Flüge, aber auch Roadtrips nun mal einfach nicht gut sind, lässt sich nicht wegwischen. Da muss ich vor mir selbst zugeben und damit leben, dass meine Reisen auch einfach nur egoistisch sind, denn Lebensnotwendig wären sie überhaupt nicht.

    Liebe Grüsse, Miuh

    • Reply Nadine 21. März 2018 at 9:45

      Liebe Miuh, genau aus Deinen genannten Gründen finde ich es wichtig auch immer hinter die Kulissen zu schauen. Wenn keiner reisen würde, wüssten wir wohl nicht, wie vermüllt die Meere schon sind. Das die Orang Utans sterben, weil wir ihren Lebensraum zerstören. Etc. Etc. Natürlich ist Fliegen und Reisen nicht lebensnotwendig und reiner Egoismus. Es ist auch reiner Egoismus Fleisch zu essen, Auto zu fahren, sich jedes Jahr ein neues Handy zu kaufen usw. Natürlich könnten wir alle unser Leben auf ein totales Minimum zurückschrauben. Aber das würde wohl kaum ein Mensch freiwillig machen. Dafür müsste uns Menschen wahrscheinlich erst der Himmel auf den Kopf fallen. Also muß man sich halt halbwegs realistische Ziele setzen. LG, Nadine

  • Reply lebenswind 19. März 2018 at 17:52

    Ich / Wir möchte(n) unseren Kindern etwas mitgeben für´s Leben. Was ist besser, als selbst Erfahrungen zu sammeln, sich Menschen und Dinge vor Ort anzuschauen, andere Kulturkreise kennenlernen etc.?

    Ein (Schul)Buch ist da wenig interessant. Reisen hingegen sind da bestens geeignet. Nachhaltigkeit und Umweltschutz machen Sinn – keine Frage. Doch soll ich Urlaubsautofahrten, Urlaubsflüge oder Urlaubskreuzfahrten deswegen vermeiden?

    Diskussionen um DieselPkw, Fahrverbote und Kreuzfahrtschiffe finden statt. Einer greift den Anderen an. Die Verhältnisse aber einmal gerade zu richten, schaffen die Wenigsten, nämlich dass weltweit ca. 300 Kreuzfahrtschiffen etwa 40.000 Handelsschiff von den Emissionen her gegenüberstehen. Von subventioniertem Flugbenzin spricht auch niemand. Das könnte man jetzt immer weiter fortsetzen.
    Ich möchte nur deutlich machen, dass wenn man Umstände nicht gänzlich relativiert und in ein Verhältnis setzt, meist eine argumentative Schieflage entsteht. Und deshalb scheint es sehr schwierig mit sehr wichtigen Punkten wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz überzeugend rüberzukommen.
    Wer Haare in der Suppe sucht, findet welche. Und da heute Jede(r) zu Jedem etwas sagen kann, darf und will, kommt es dann zu diesen Untertönen bis hin zum Shitstorm.
    Der Weg ist das Ziel. Diesen Weg zu beschreiben und damit zu überzeugen ist ein Qualitätsanspruch, dem Du gerecht werden möchtest. Das ehrt Dich. Mach weiter so.

    • Reply Nadine 21. März 2018 at 9:55

      Vielen Dank, Lebenswind. Das Problem ist meines Erachtens auch Folgendes….. es gibt einfach (noch) nicht den richtigen Weg. Ich kaufe eigentlich viel regional ein, aber die Bauern verpesten alles mit Pestiziden und hüllen ihre Felder in Plastik ein. Elektroautos sind eigentlich klasse, aber die Herstellung der Batterien sind eine Katastrophe. 60 Prozent des dafür benötigten Kobalts kommen aus dem Kongo, 70 Prozent des Graphits aus China. Also auch Scheiße. Veganer treiben mit ihrem Sojakonsum die Abholzung der Regenwälder an, denn das ganze Soja muß ja auch irgendwie angebaut werden. Glasflaschen erscheinen auf den ersten Blick besser als Plastik, aber das Recycling ist auch total energieintensiv. Wie man es also macht, macht man es fast schon falsch. Aber gar nichts zu machen und so weiterzuleben wie bisher, wäre auf jeden Fall unser Untergang. LG, Nadine

      • Reply Nadine 22. März 2018 at 9:43

        Das mit dem Sojakonsum stimmt so nicht ganz. Das meiste Soja, was angebaut wird, wird als Tierfutter verwendet. Der Teil, der für vegane Produkte verwendet wird, ist sehr gering.

        • Reply Nadine 22. März 2018 at 9:54

          Da hast Du Recht, Nadine. Es ist wie mit dem Mais. Das Meiste geht für Tierfutter drauf. Ich wollte damit auch nur sagen, daß es fast immer auch irgendwelche negativen Aspekte gibt. Soja wächst halt auch nicht einfach nur natürlich in der Gegend herum. Ich könnte das Ganze jetzt auch auf Avocados beziehen. Das ist so eine Boom-Frucht, die ja für all die Menschenmassen auch erstmal angebaut werden muß. Und dafür müssen dann wieder Wälder weichen.

  • Reply lebenswind 19. März 2018 at 17:52

    Ich / Wir möchte(n) unseren Kindern etwas mitgeben für´s Leben. Was ist besser, als selbst Erfahrungen zu sammeln, sich Menschen und Dinge vor Ort anzuschauen, andere Kulturkreise kennenlernen etc.?

    Ein (Schul)Buch ist da wenig interessant. Reisen hingegen sind da bestens geeignet. Nachhaltigkeit und Umweltschutz machen Sinn – keine Frage. Doch soll ich Urlaubsautofahrten, Urlaubsflüge oder Urlaubskreuzfahrten deswegen vermeiden?

    Diskussionen um DieselPkw, Fahrverbote und Kreuzfahrtschiffe finden statt. Einer greift den Anderen an. Die Verhältnisse aber einmal gerade zu richten, schaffen die Wenigsten, nämlich dass weltweit ca. 300 Kreuzfahrtschiffen etwa 40.000 Handelsschiff von den Emissionen her gegenüberstehen. Von subventioniertem Flugbenzin spricht auch niemand. Das könnte man jetzt immer weiter fortsetzen.
    Ich möchte nur deutlich machen, dass wenn man Umstände nicht gänzlich relativiert und in ein Verhältnis setzt, meist eine argumentative Schieflage entsteht. Und deshalb scheint es sehr schwierig mit sehr wichtigen Punkten wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz überzeugend rüberzukommen.
    Wer Haare in der Suppe sucht, findet welche. Und da heute Jede(r) zu Jedem etwas sagen kann, darf und will, kommt es dann zu diesen Untertönen bis hin zum Shitstorm.
    Der Weg ist das Ziel. Diesen Weg zu beschreiben und damit zu überzeugen ist ein Qualitätsanspruch, dem Du gerecht werden möchtest. Das ehrt Dich. Mach weiter so.

    • Reply Nadine 21. März 2018 at 9:55

      Vielen Dank, Lebenswind. Das Problem ist meines Erachtens auch Folgendes….. es gibt einfach (noch) nicht den richtigen Weg. Ich kaufe eigentlich viel regional ein, aber die Bauern verpesten alles mit Pestiziden und hüllen ihre Felder in Plastik ein. Elektroautos sind eigentlich klasse, aber die Herstellung der Batterien sind eine Katastrophe. 60 Prozent des dafür benötigten Kobalts kommen aus dem Kongo, 70 Prozent des Graphits aus China. Also auch Scheiße. Veganer treiben mit ihrem Sojakonsum die Abholzung der Regenwälder an, denn das ganze Soja muß ja auch irgendwie angebaut werden. Glasflaschen erscheinen auf den ersten Blick besser als Plastik, aber das Recycling ist auch total energieintensiv. Wie man es also macht, macht man es fast schon falsch. Aber gar nichts zu machen und so weiterzuleben wie bisher, wäre auf jeden Fall unser Untergang. LG, Nadine

      • Reply Nadine 22. März 2018 at 9:43

        Das mit dem Sojakonsum stimmt so nicht ganz. Das meiste Soja, was angebaut wird, wird als Tierfutter verwendet. Der Teil, der für vegane Produkte verwendet wird, ist sehr gering.

        • Reply Nadine 22. März 2018 at 9:54

          Da hast Du Recht, Nadine. Es ist wie mit dem Mais. Das Meiste geht für Tierfutter drauf. Ich wollte damit auch nur sagen, daß es fast immer auch irgendwelche negativen Aspekte gibt. Soja wächst halt auch nicht einfach nur natürlich in der Gegend herum. Ich könnte das Ganze jetzt auch auf Avocados beziehen. Das ist so eine Boom-Frucht, die ja für all die Menschenmassen auch erstmal angebaut werden muß. Und dafür müssen dann wieder Wälder weichen.

  • Reply Fee ist mein Name 19. März 2018 at 18:05

    Lass dich bloß nicht verunsichern. Dein Blog, deine Themen. Wenn es das ist, was dich interessiert: Go for it. Und perfekt ist sowieso niemand. Wer das behauptet, lügt. Und wer etwas besser macht, macht oft noch mehr besser, als alle, die laut schreien.

    • Reply Nadine 21. März 2018 at 9:56

      Danke schön, liebe Fee. Nein, es gibt kein perfekt und das ist auch nicht mein Anspruch. Ich möchte nur versuchen, die Welt ein kleines bißchen besser zu machen und zu animieren. GLG, Nadine

  • Reply Fee ist mein Name 19. März 2018 at 18:05

    Lass dich bloß nicht verunsichern. Dein Blog, deine Themen. Wenn es das ist, was dich interessiert: Go for it. Und perfekt ist sowieso niemand. Wer das behauptet, lügt. Und wer etwas besser macht, macht oft noch mehr besser, als alle, die laut schreien.

    • Reply Nadine 21. März 2018 at 9:56

      Danke schön, liebe Fee. Nein, es gibt kein perfekt und das ist auch nicht mein Anspruch. Ich möchte nur versuchen, die Welt ein kleines bißchen besser zu machen und zu animieren. GLG, Nadine

  • Reply Cora 19. März 2018 at 20:18

    Liebe Nadine,

    ich finde es soooooo gut, dass du genau über diese Themen schreibst und aufmerksam machst. Egal, ob es um Nachhaltigkeit, Müll- und Plastikvermeidung, Mikroplastik oder Alternativen zu Waschmittel, Duschgel etc. geht. Seit ein paar Tagen beschäftige ich mich intensiv mit diesen Themen – und das unter anderem durch deine Anregung auf Instagram und Co und mit deinen Beiträgen und Links hier.

    Ja klar, jeder kann was besser machen, aber ich finde auch, jeder sollte vor seiner eigenen Tür zu kehren beginnen.
    Kleine Schritte sind besser als gar keine, ich zum Beispiel fahre recht viel Auto (lebe halt auf dem Land), habe aber neulich Plastikverpackungen, aber neulich festgestellt, dass alle meine Kosmetika ohne Mikroplastik und Palmöl sind. Tschakka, ein erster Schritt in die richtige Richtung und ich freu mich darüber.

    Also, lange Rede, kurzer Sinn: Ich würde mich freuen, wenn du weiterhin deine Tipps und Erkenntnisse mit uns teilst. Danke dafür!

    Liebe Grüße
    Cora

    • Reply Nadine 21. März 2018 at 9:59

      Vielen Dank, liebe Cora! Ich bin ja nun wahrlich auch kein Experte auf diesem Gebiet, lerne aber jeden Tag dazu und versuche Wissen auch gerne weiterzugeben. Und wenn ich Dich dazu animieren konnte, erste kleine Dinge zu verändern, hat sich das schon gelohnt. 🙂 GlG, Nadine

  • Reply Cora 19. März 2018 at 20:18

    Liebe Nadine,

    ich finde es soooooo gut, dass du genau über diese Themen schreibst und aufmerksam machst. Egal, ob es um Nachhaltigkeit, Müll- und Plastikvermeidung, Mikroplastik oder Alternativen zu Waschmittel, Duschgel etc. geht. Seit ein paar Tagen beschäftige ich mich intensiv mit diesen Themen – und das unter anderem durch deine Anregung auf Instagram und Co und mit deinen Beiträgen und Links hier.

    Ja klar, jeder kann was besser machen, aber ich finde auch, jeder sollte vor seiner eigenen Tür zu kehren beginnen.
    Kleine Schritte sind besser als gar keine, ich zum Beispiel fahre recht viel Auto (lebe halt auf dem Land), habe aber neulich Plastikverpackungen, aber neulich festgestellt, dass alle meine Kosmetika ohne Mikroplastik und Palmöl sind. Tschakka, ein erster Schritt in die richtige Richtung und ich freu mich darüber.

    Also, lange Rede, kurzer Sinn: Ich würde mich freuen, wenn du weiterhin deine Tipps und Erkenntnisse mit uns teilst. Danke dafür!

    Liebe Grüße
    Cora

    • Reply Nadine 21. März 2018 at 9:59

      Vielen Dank, liebe Cora! Ich bin ja nun wahrlich auch kein Experte auf diesem Gebiet, lerne aber jeden Tag dazu und versuche Wissen auch gerne weiterzugeben. Und wenn ich Dich dazu animieren konnte, erste kleine Dinge zu verändern, hat sich das schon gelohnt. 🙂 GlG, Nadine

  • Reply Mila 19. März 2018 at 20:20

    Puh, das ist ein schwieriges Thema. Ich habe ja jahrelang bei der Deutschen Umweltstiftung gearbeitet und da war es dann schon so, dass viele meiner Kollegen das mit dem nicht Fliegen und nur Zugreisen auch knallhart durchgezogen haben. (Damals war ich auch so ziemlich die einzige Nicht-Veganerin da und kam mir eh schon vor wie das schwarze Schaf. Dass wir ständig mit Billigfliegern durch Europa gejettet sind, hab ich deshalb vorsichtshalber gar nicht erst erwähnt…). Schaffen kann man das also schon aber fairerweise hatte damals auch noch keiner von uns Kinder. Und Fernreisen fallen eben raus, wenn man nicht gerade ewig Zeit hat und nicht mit dem Segelboot nach Amerika reisen kann.

    Ich hab da auch für mich noch keinen wirklichen Weg gefunden, außer verzichten, was ich nicht will. Also fliege ich eben weiter, mit schlechtem Gewissen. Nur darf man eben nicht deshalb direkt in so eine „ach jetzt ist eh schon egal“ Stimmung verfallen und kann ja Umwelttechnisch trotzdem weiterhin machen, was geht. Also bei uns zum Beispiel viel Flohmarkt, viel Tauschparties, bio, lokal, vegan und mit dem Kind Wandern, Bäume bestimmen und ganz viel Naturliebe beibringen. Und auch wenn das vielleicht nur ein herbeigeträumter Rechtfertigungsversuch ist: Es könnte doch sein, dass wir mit unseren Reisen auch ein bisschen Umweltbewusstsein in Länder bringen, die das bisher noch nicht so auf dem Radar haben. Globalisierung funktioniert ja schließlich auch in jede andere Richtung. (Unser City Guide in Marokko hat uns auf dem Shuk in Fes zum Beispiel dauernd versichert, dass „Hier alles Bio ist“. Scheinbar kannte er das von den Deutschen schon 😉 )

    • Reply Nadine 21. März 2018 at 10:11

      Liebe Mila, ja schaffen kann man das schon. Aber mit Kindern würde es eindeutig bedeuten, nur noch in Deutschland zu bleiben. Mit der Bahn komme ich da in 2 Wochen Schulferien nicht weit. Vor meinen Kids war ich ja 2 Jahre auf Reisen und das war echtes Slow Travelling. Da bin ich dann aber auch nur mit den Einheimischen im Chicken Bus quer durch Guatemala gegurkt. Da hatte ich aber auch Ewigkeiten Zeit. Ja, mein schlechtes Gewissen fliegt auch immer mit. Doof. Aber derzeit habe ich noch keine Alternative für mich gefunden, außer mein restliches Leben ein Stück weit nachhaltig zu gestalten.

      Und das wir ein Stück weit Umweltbewusstsein in andere Länder tragen, ist ein guter Hinweis. Da hast Du völlig Recht. Warum ist denn z.B. gerade das Meer rund um indonesische Inseln so unglaublich vermüllt? Bestimmt nicht, weil die Touristen den Müll ins Meer werfen und die Strömung unseren Müll nur dorthin trägt. Die Menschen haben in 3. Welt Ländern einfach andere Sorgen als Mülltrennung. Die sind froh wenn sie eine Plastikflasche mit sauberem Trinkwasser haben. Und wenn die danach dann am Strand liegen bleibt…. so what. Da denkt keiner drüber nach. Aber auf Bali wurden kürzlich Plastiktüten komplett verboten. Das ist doch ein erster Schritt und wurde bestimmt angestoßen durch westliche Touristen, die dort ständig schon Beach Clean Ups machen und somit als gutes Beispiel voran gehen. LG, Nadine

  • Reply Mila 19. März 2018 at 20:20

    Puh, das ist ein schwieriges Thema. Ich habe ja jahrelang bei der Deutschen Umweltstiftung gearbeitet und da war es dann schon so, dass viele meiner Kollegen das mit dem nicht Fliegen und nur Zugreisen auch knallhart durchgezogen haben. (Damals war ich auch so ziemlich die einzige Nicht-Veganerin da und kam mir eh schon vor wie das schwarze Schaf. Dass wir ständig mit Billigfliegern durch Europa gejettet sind, hab ich deshalb vorsichtshalber gar nicht erst erwähnt…). Schaffen kann man das also schon aber fairerweise hatte damals auch noch keiner von uns Kinder. Und Fernreisen fallen eben raus, wenn man nicht gerade ewig Zeit hat und nicht mit dem Segelboot nach Amerika reisen kann.

    Ich hab da auch für mich noch keinen wirklichen Weg gefunden, außer verzichten, was ich nicht will. Also fliege ich eben weiter, mit schlechtem Gewissen. Nur darf man eben nicht deshalb direkt in so eine „ach jetzt ist eh schon egal“ Stimmung verfallen und kann ja Umwelttechnisch trotzdem weiterhin machen, was geht. Also bei uns zum Beispiel viel Flohmarkt, viel Tauschparties, bio, lokal, vegan und mit dem Kind Wandern, Bäume bestimmen und ganz viel Naturliebe beibringen. Und auch wenn das vielleicht nur ein herbeigeträumter Rechtfertigungsversuch ist: Es könnte doch sein, dass wir mit unseren Reisen auch ein bisschen Umweltbewusstsein in Länder bringen, die das bisher noch nicht so auf dem Radar haben. Globalisierung funktioniert ja schließlich auch in jede andere Richtung. (Unser City Guide in Marokko hat uns auf dem Shuk in Fes zum Beispiel dauernd versichert, dass „Hier alles Bio ist“. Scheinbar kannte er das von den Deutschen schon 😉 )

    • Reply Nadine 21. März 2018 at 10:11

      Liebe Mila, ja schaffen kann man das schon. Aber mit Kindern würde es eindeutig bedeuten, nur noch in Deutschland zu bleiben. Mit der Bahn komme ich da in 2 Wochen Schulferien nicht weit. Vor meinen Kids war ich ja 2 Jahre auf Reisen und das war echtes Slow Travelling. Da bin ich dann aber auch nur mit den Einheimischen im Chicken Bus quer durch Guatemala gegurkt. Da hatte ich aber auch Ewigkeiten Zeit. Ja, mein schlechtes Gewissen fliegt auch immer mit. Doof. Aber derzeit habe ich noch keine Alternative für mich gefunden, außer mein restliches Leben ein Stück weit nachhaltig zu gestalten.

      Und das wir ein Stück weit Umweltbewusstsein in andere Länder tragen, ist ein guter Hinweis. Da hast Du völlig Recht. Warum ist denn z.B. gerade das Meer rund um indonesische Inseln so unglaublich vermüllt? Bestimmt nicht, weil die Touristen den Müll ins Meer werfen und die Strömung unseren Müll nur dorthin trägt. Die Menschen haben in 3. Welt Ländern einfach andere Sorgen als Mülltrennung. Die sind froh wenn sie eine Plastikflasche mit sauberem Trinkwasser haben. Und wenn die danach dann am Strand liegen bleibt…. so what. Da denkt keiner drüber nach. Aber auf Bali wurden kürzlich Plastiktüten komplett verboten. Das ist doch ein erster Schritt und wurde bestimmt angestoßen durch westliche Touristen, die dort ständig schon Beach Clean Ups machen und somit als gutes Beispiel voran gehen. LG, Nadine

  • Reply Flögi 19. März 2018 at 20:24

    Liebe Nadine,
    mir ist es sehr sympathisch, wie du es machst! Und ich gehöre auch zu denen, die dein, Annes und Rostroses Blogs aufmerksam gemacht haben, daß man so viel auch selber erreichen kann, daß man was tun kann, und daß ich auch sehr langsam, aber versuche mich in dieser Richtung zu ändenr, mehr umweltschonened zu leben.
    Ich denke so, daß ja man deshlab noch kein Mönch werden muß oder sein mag, man möchte was aus dem Leben genießen und uns bleibt ehrlich gesagt nicht zu viel, da sich die heutige Welt nur noch um die Arbeit handelt und man hat kaum Zeit für sich und wass zu genießen und wenn uns die Reise unser Hobby ist, dann soll es auch so bleiben, wie es ist, dafür tun wir andere Sachen, täglich gut. Geschäftlich reisende und viele andere machen da viel mehr und öfter größere Schaden, als wir mit unseren jährlichen 2-3 Flügen. Ich finde es so in Ordnung.
    Liebe Grüße, Andi

    • Reply Nadine 21. März 2018 at 10:16

      Liebe Flögi, es freut mich echt, daß ich da Anstoß für Dich war, ein paar erste Dinge umzustellen. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß man sich im Laufe der Zeit immer mehr damit beschäftigt und dann auch gar nicht mehr zurück kann. Wenn mein Mann im Eifer des Alltagsgefechts z.B. Tomaten in einer Vollplastikverpackung kauft und mit nach Hause bringt, bereitet mir das fast schon körperliche Schmerzen und ich schimpfe mit ihm. Denn das sind Dinge die nun echt nicht sein müssen. Wir haben durch solche Dinge jedenfalls schon die Hälfte unseres Mülls reduziert. GlG, Nadine

  • Reply Flögi 19. März 2018 at 20:24

    Liebe Nadine,
    mir ist es sehr sympathisch, wie du es machst! Und ich gehöre auch zu denen, die dein, Annes und Rostroses Blogs aufmerksam gemacht haben, daß man so viel auch selber erreichen kann, daß man was tun kann, und daß ich auch sehr langsam, aber versuche mich in dieser Richtung zu ändenr, mehr umweltschonened zu leben.
    Ich denke so, daß ja man deshlab noch kein Mönch werden muß oder sein mag, man möchte was aus dem Leben genießen und uns bleibt ehrlich gesagt nicht zu viel, da sich die heutige Welt nur noch um die Arbeit handelt und man hat kaum Zeit für sich und wass zu genießen und wenn uns die Reise unser Hobby ist, dann soll es auch so bleiben, wie es ist, dafür tun wir andere Sachen, täglich gut. Geschäftlich reisende und viele andere machen da viel mehr und öfter größere Schaden, als wir mit unseren jährlichen 2-3 Flügen. Ich finde es so in Ordnung.
    Liebe Grüße, Andi

    • Reply Nadine 21. März 2018 at 10:16

      Liebe Flögi, es freut mich echt, daß ich da Anstoß für Dich war, ein paar erste Dinge umzustellen. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß man sich im Laufe der Zeit immer mehr damit beschäftigt und dann auch gar nicht mehr zurück kann. Wenn mein Mann im Eifer des Alltagsgefechts z.B. Tomaten in einer Vollplastikverpackung kauft und mit nach Hause bringt, bereitet mir das fast schon körperliche Schmerzen und ich schimpfe mit ihm. Denn das sind Dinge die nun echt nicht sein müssen. Wir haben durch solche Dinge jedenfalls schon die Hälfte unseres Mülls reduziert. GlG, Nadine

  • Reply Ina von Sport, Tours & Travels 23. März 2018 at 12:19

    Hallo Nadine,
    ich bin der gleichen Meinung. Ich fliege immer wieder, weil ich Reisen liebe, trotzdem versuche ich etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Ich gehöre zu den wenigen Einwohner unser Stadt, die mit dem Rucksack zu Supermärkten jeden Tag gehen (ca. 2 km hin und zurück), obwohl das Auto in der Garage steht. In der warmen Jahreszeit lege ich mit meinem Sohn auch größere Strecken mit dem Rad zurück, statt das Auto zu nutzen. Aber bei Reisen ist es wirklich schwierig. Nächste Woche fahren wir mit meinem Sohn an den Gardasee, übernächste Woche fliege ich auf die Lofoten. Ohne Auto und Flugzeug wären die Reisen nicht möglich. Wenn mein Sohn nicht mehr schulpflichtig ist, werde ich viele Radreisen und Fernwanderungen unternehmen. Jetzt geht es nicht. Die Zeit ist viel zu knapp.
    LG
    Ina

  • Reply Ina von Sport, Tours & Travels 23. März 2018 at 12:19

    Hallo Nadine,
    ich bin der gleichen Meinung. Ich fliege immer wieder, weil ich Reisen liebe, trotzdem versuche ich etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Ich gehöre zu den wenigen Einwohner unser Stadt, die mit dem Rucksack zu Supermärkten jeden Tag gehen (ca. 2 km hin und zurück), obwohl das Auto in der Garage steht. In der warmen Jahreszeit lege ich mit meinem Sohn auch größere Strecken mit dem Rad zurück, statt das Auto zu nutzen. Aber bei Reisen ist es wirklich schwierig. Nächste Woche fahren wir mit meinem Sohn an den Gardasee, übernächste Woche fliege ich auf die Lofoten. Ohne Auto und Flugzeug wären die Reisen nicht möglich. Wenn mein Sohn nicht mehr schulpflichtig ist, werde ich viele Radreisen und Fernwanderungen unternehmen. Jetzt geht es nicht. Die Zeit ist viel zu knapp.
    LG
    Ina

  • Reply Nicole 26. März 2018 at 0:04

    Liebe Nadine,
    bleib auf deinem Weg! Das Thema Nachhaltigkeit ist irrsinnig wichtig, auch auf Reisen, aber vor allem im Alltag. Die größten Feinde der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes sind doch die Unwissenheit (oder Verdrängung) und die Bequemlichkeit. Aber wie du schon sagst, auch kleine Schritte bewirken etwas und jeder soll mal schön bei sich anfangen. Ich bin deutlich weiter vom Ideal entfernt als du, aber ich werde immer mehr sensibilisiert, auch durch deine Beiträge! Müllvermeidung, regionale Produkte kaufen, bei kurzen Wegen das Auto stehen lassen (mit den Kindern mache ich da schon Ausnahmen), und ich habe sogar das Waschen mit Kastanien für mich entdeckt. Beim Reisen in unserem Camper beruhige ich mein Gewissen damit, dass wir meist keine Kilometer fressen, sondern immer eher eine Region genauer unter die Lupe nehmen. Aber am Ende ist es natürlich wirklich so, dass Nachhaltigkeit und unser heutiges Leben und Reisen immer in einem gewissen Konflikt miteinander stehen. Man kann nicht zu 100% nachhaltig und umweltbewusst leben, aber man kann sich für klar für die Richtung entscheiden.
    Liebe Grüße und weitermachen, bitte!
    Nicole

  • Reply Nicole 26. März 2018 at 0:04

    Liebe Nadine,
    bleib auf deinem Weg! Das Thema Nachhaltigkeit ist irrsinnig wichtig, auch auf Reisen, aber vor allem im Alltag. Die größten Feinde der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes sind doch die Unwissenheit (oder Verdrängung) und die Bequemlichkeit. Aber wie du schon sagst, auch kleine Schritte bewirken etwas und jeder soll mal schön bei sich anfangen. Ich bin deutlich weiter vom Ideal entfernt als du, aber ich werde immer mehr sensibilisiert, auch durch deine Beiträge! Müllvermeidung, regionale Produkte kaufen, bei kurzen Wegen das Auto stehen lassen (mit den Kindern mache ich da schon Ausnahmen), und ich habe sogar das Waschen mit Kastanien für mich entdeckt. Beim Reisen in unserem Camper beruhige ich mein Gewissen damit, dass wir meist keine Kilometer fressen, sondern immer eher eine Region genauer unter die Lupe nehmen. Aber am Ende ist es natürlich wirklich so, dass Nachhaltigkeit und unser heutiges Leben und Reisen immer in einem gewissen Konflikt miteinander stehen. Man kann nicht zu 100% nachhaltig und umweltbewusst leben, aber man kann sich für klar für die Richtung entscheiden.
    Liebe Grüße und weitermachen, bitte!
    Nicole

  • Reply Reisen zwischen Nachhaltigkeit und Nörgelei • Edition ELTERN 10. April 2018 at 7:59

    […] Bezug auf das nachhaltige Reisen mit Kindern stellt übrigens Nadine vom Reiseblog Planet Hibbel ganz Ähnliches […]

  • Reply Reisen zwischen Nachhaltigkeit und Nörgelei • Edition ELTERN 10. April 2018 at 7:59

    […] Bezug auf das nachhaltige Reisen mit Kindern stellt übrigens Nadine vom Reiseblog Planet Hibbel ganz Ähnliches […]

  • Reply Martina Fanton 11. Mai 2018 at 6:41

    Reisen hin oder her. Das kann man nicht abstellen. Wichtig finde ich folgende Nachricht an die produzierenden firmen- produziert in Zukunft biologisch unbedenkliche verpackungen. Gibt’s auch für biomüll. Macht leinentaschen nicht preislich zum luxusartikel. Und liebe verbraucher: auch krumme Gurken lassen es zu dass aus ihnen ein leckerer Gurkensalat wird! !!werdet mal WACH!!!!eure Martina

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